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TV-News: "Polizeiruf"-Star Michelsen kritisiert Krimi-Pause beim MDR

Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Aliaksei

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Die Schauspielerin Claudia Michelsen sieht die geplante dreijährige Produktionspause für die MDR-Krimireihen "Polizeiruf 110" und "Tatort" kritisch. Die Entscheidung könne die Sichtbarkeit ostdeutscher Perspektiven im Fernsehen weiter verringern, sagte Michelsen im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

"Ostdeutsche Krimiformate sind essenziell im deutschen Hauptabendprogramm, weil hier ostdeutsche Lebenswirklichkeit erzählt wird", sagte die Schauspielerin, die im Magdeburger "Polizeiruf 110" die Kommissarin Doreen Brasch spielt. "Der Osten ist schon minimiert. Mit dieser Entscheidung würden wir ihn noch mehr minimieren."

Sorge um Arbeitsplätze

Zugleich verwies Michelsen auf mögliche Folgen für die Filmwirtschaft vor Ort. "Es würden mit der Entscheidung des MDR sehr viele Arbeitsplätze verloren gehen", sagte sie. Der "Polizeiruf" sei erst kürzlich an die Leipziger Produktionsfirma UFA Mitte übergeben worden. Mit einer dreijährigen "Produktionspause" würde eine positive Entwicklung für die Filmwirtschaft in der Region wieder begraben.

Ähnlich äußerte sich Michelle Müntefering, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Produktionsallianz. Über Jahre sei rund um die Produktionen eine Infrastruktur entstanden. "Wenn man von Aussetzen spricht, heißt das, dass man eine gesamte Infrastruktur abbaut", sagte sie. Betroffen seien nicht nur Schauspielerinnen und Schauspieler oder Produktionsfirmen, sondern zahlreiche weitere Gewerke.

Der MDR hatte im Mai angekündigt, die Produktion neuer Folgen von "Polizeiruf 110" und "Tatort" für drei Jahre auszusetzen. Der Sender begründete die Entscheidung mit einer angespannten Finanzlage. Zugleich betonte der MDR auf Anfrage, ostdeutsche Perspektiven blieben auch durch zahlreiche andere fiktionale und journalistische Formate im Ersten und in der ARD-Mediathek sichtbar.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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