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TV-News: Eine Liebe für die Ewigkeit? - Für wen "Eternity" sich lohnt

Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Aliaksei

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Was wäre, wenn man sich nach dem Tod für die einzig wahre Liebe entscheiden und mit ihr die Ewigkeit verbringen könnte? Joan ("Marvel"-Star Elizabeth Olsen) hat in der romantischen Komödie "Eternity" (ab 13. Februar, Apple TV) diese Wahl. Sie ist im hohen Alter an Krebs gestorben und nun auf der sogenannten Verteilstation im Jenseits gelandet.

Dort darf sie sich nicht nur für die beste aller Ewigkeiten - für immer in den Bergen oder doch lieber am Meer - entscheiden. Sie steht auch plötzlich zwischen zwei Männern, die im Jenseits auf sie gewartet haben.

Sie trifft nämlich dort nicht nur ihren ebenfalls kürzlich verstorbenen Ehemann Larry (Miles Teller, "Whiplash", "The Gorge"), mit dem sie 65 Jahre glücklich verheiratet war. Es taucht auch noch ihre erste große Liebe Luke (Callum Turner, "Phantastische Tierwesen") auf, der jung im Krieg gestorben war. Mit wem soll sie ihre Ewigkeit bloß verbringen?

Wer dürfte diesen Film lieben?

Wer gern hübschen Menschen dabei zuschaut, wie sie sich verlieben, verzaubern und umeinander buhlen, hat bei "Eternity" auf jeden Fall viel zu gucken. Vor allem Olsen und Turner sind ein Fest fürs Auge, da dürfte so mancher ins Schmachten kommen. Wer es lustig, romantisch und bunt im farbenfrohen Stil der 50er Jahre mag, ist hier ebenfalls richtig. Wer eher Action oder Tiefgründiges sucht, sollte einen anderen Film schauen.

Was macht den Film lustig?

Alles voran sorgen die beiden persönlichen Jenseits-Koordinatoren Anna und Ryan (Da’Vine Joy Randolph und John Early) mit ihrer trockenen Art und ihren coolen Sprüchen für viele Lacher. Witzig ist auch, wenn die eigentlich ja im hohen Alter gestorbenen Eheleute sich wie Kinder darüber freuen, dass auf einmal Kniebeuge und Hüftkreisen wieder schmerzfrei möglich sind.

Was ist überraschend?

Besonders unterhaltsam und überraschend ist die riesige Auswahl an Zwischenwelten, die von Verkäufern wie auf einer großen Messe beworben werden. Da blättern Kinder im Prospekt der Cowboy-Welt, es gibt kostenlosen Wein in rauen Mengen am Stand der Jacht-Welten, die Weimar-Welt wirbt mit "100 Prozent weniger Nazis!" und es gibt Menschen, die aus der Museums-Welt flüchten wollen, weil sie die vielen langweiligen Kunstwerke in Dauerschleife nicht mehr ertragen. Es lohnt sich, hier auf die vielen kleinen Details rund um diese Welten zu achten.

Warum lohnt sich "Eternity" noch?

Weil der Film auch zum Nachdenken anregt. Denn "Eternity" hat durchaus auch ernsthafte Seiten, für die sicher auch noch mehr Platz gewesen wäre.

"Eternity" von David Freyne geht Gedanken nach, die wohl jeder schon hatte, der einer verflossenen Liebe nachgetrauert hat. Wie wäre wohl das Leben mit dem- oder derjenigen gewesen? Wenn man noch mal neu entscheiden dürfte, welchen Weg würde man dann gehen? Oder hat sich am Ende die Erinnerung an etwas Schönes nur zu einem riesigen Wunschtraum aufgeblasen, der den Realitycheck gar nicht überstehen würde?

Der Film stellt letztlich die Frage, wie perfekt ein Leben eigentlich sein kann und was am Ende wirklich glücklich macht. Er ist ein Plädoyer dafür, dass das große Glück wahrlich nicht immer perfekt sein muss. Und dass es manchmal gar nicht so weit weg ist, wie man denkt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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