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Alexander Zverev: 2,8 Millionen Euro - Zverevs Mega-Sieg sorgt für Preisgeld-Zoff in Paris

Nach 30 Jahren Durststrecke holt Alexander Zverev als erster deutscher Mann seit Boris Becker einen Grand-Slam-Titel – und kassiert dafür 2,8 Millionen Euro Rekordpreisgeld. Bild: picture alliance/dpa/AP | Christophe Ena

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  • Alexander Zverev schreibt Tennis-Geschichte und gewinnt erstmals die French Open
  • Nach 30 Jahren beendet er die deutsche Grand-Slam-Durststrecke seit Boris Beckers Triumph 1996
  • So hoch ist Zverevs Preisgeld
  • Trotz Rekord-Preisgeld eskaliert der Streit um die Verteilung der Turnier-Einnahmen

Alexander Zverev hat es endlich geschafft. Der deutsche Tennisstar krönte sich am Sonntag zum Champion der French Open und beendete damit eine 30 Jahre währende Durststrecke im deutschen Herrentennis. Seit Boris Beckers Triumph bei den Australian Open 1996 hatte kein männlicher Spieler aus Deutschland mehr einen Grand-Slam-Titel geholt.

30 Jahre Warten vorbei! Deutschland feiert Zverevs Mega-Triumph

Für Zverev war es die Erlösung nach einem langen Leidensweg. Dreimal zuvor war er in Grand-Slam-Finals gescheitert, teils auf dramatische Weise. Beim 41. Anlauf bei einem der vier wichtigsten Turniere im Tennis hielt er dem enormen Druck stand. In der gesamten Profiära seit 1968 hatte zuvor kein deutscher Mann in Roland Garros triumphiert.

Zverev kassiert 2,8 Millionen Euro für seinen Mega-Sieg

Der historische Erfolg zahlt sich für Zverev auch finanziell aus. Als Champion erhält er "tennismagazin.de" zufolgestolze 2,8 Millionen Euro – ein Rekordpreisgeld bei den French Open. Bereits der Einzug ins Finale brachte ihm 1,4 Millionen Euro ein, das Halbfinale weitere 750.000 Euro.

Insgesamt schüttet das Turnier in diesem Jahr 61,7 Millionen Euro aus, rund zehn Prozent mehr als noch 2025. Selbst wer in der ersten Runde scheitert, geht mit 87.000 Euro nach Hause. Zum Vergleich: Vor 26 Jahren lag das gesamte Preisgeld bei gerade einmal zehn Millionen Euro.

Topstars protestieren gegen magere Beteiligung

Trotz der Rekordsummen herrscht unter den Spielern Unmut. In einem Schreiben an den französischen Tennisverband FFT äußerten zahlreiche Profis ihre "tiefe Enttäuschung" über die Preisgeldverteilung. Ihr Anteil an den gesamten Turniereinnahmen liegt weiterhin unter 15 Prozent – weit entfernt von den geforderten 22 Prozent.

Pikant: Zu den Unterzeichnern des Protestbriefs zählen neben Aryna Sabalenka, Coco Gauff und Jannik Sinner auch Alexander Zverev selbst. Der frischgebackene Champion profitiert zwar von den gestiegenen Prämien, trägt aber dennoch die Kritik seiner Kollegen mit.

Die Kluft bleibt bestehen

Der französische Tennisverband FFT verweist darauf, dass die Prämien seit 2019 um rund 45 Prozent gestiegen seien. Bewusst habe man einen erheblichen Teil der diesjährigen Erhöhung den Spielern in frühen Runden und der Qualifikation zukommen lassen. Tatsächlich wuchsen die Gagen für Erstrundenverlierer in nur zwei Jahren um mehr als 19 Prozent, während die Champion-Prämie im selben Zeitraum um 16 Prozent stieg.

Dennoch ändert das nichts am Grundkonflikt: Die Spieler fordern mehr als ein Fünftel der Einnahmen, erhalten aber weniger als ein Sechstel. Bei Männern und Frauen werden übrigens identische Preisgelder gezahlt.

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