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Paris-Roubaix 2026 in TV und Live-Stream: Rast Tadej Pogačar zum Sieg in der "Hölle des Nordens"?

Schnappt sich Tadej Pogačar (vorne) in diesem Jahr den Sieg bei Paris-Roubaix? Bild: picture alliance/dpa/LaPresse/AP | Fabio Ferrari

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  • Paris-Roubaix 2026: Wer holt den Sieg in der "Hölle des Nordens"?
  • Van der Poel greift nach Rekord-Gleichstand bei Paris-Roubaix
  • Favoritenrollen bei den Frauen völlig offen
  • 30 Pflasterstein-Passagen fordern ihren Tribut
  • Nils Politt opfert eigene Podiumschancen für Pogačar
  • Paris-Roubaix 2026 in TV und Live-Stream

Am 12. April schreibt das legendäre Kopfsteinpflaster-Rennen Paris-Roubaix Geschichte. Zum ersten Mal überhaupt werden die Wettbewerbe der Männer und Frauen am selben Tag ausgetragen - eine historische Premiere für eines der fünf Monumente des Radsports.

Paris-Roubaix 2026: Wer holt den Sieg in der "Hölle des Nordens"?

Die Männer beginnen die 123. Auflage des Klassikers um 10.50 Uhr in Compiègne und werden gegen 16.30 Uhr in der Radrennbahn von Roubaix erwartet. Knapp vier Stunden später nehmen die Frauen in Denain ihr sechstes Rennen in Angriff und erreichen das Velodrom voraussichtlich um 18 Uhr.

Die brutalen Kopfsteinpflaster-Passagen haben dem Event den düsteren Beinamen "Hölle des Nordens" eingebracht. Stürze und Materialschäden prägen regelmäßig das chaotische Geschehen auf den historischen Pavé-Sektoren. Wer sich am Ende als Sieger feiern lassen will, benötigt nicht nur Können und Kondition, sondern auch eine gehörige Portion Glück auf den rauen Pflastersteinen Nordfrankreichs.

Paris-Roubaix 2026: Van der Poel greift nach Rekord-Gleichstand

Mathieu van der Poel steht kurz vor einem historischen Meilenstein. Der 31-jährige Niederländer hat die letzten drei Ausgaben des Klassikers dominiert und könnte mit einem erneuten Triumph zu den größten Siegern der "Königin der Klassiker" aufschließen. Bisher gelang nur den Belgiern Roger De Vlaeminck und Tom Boonen ein vierter Sieg in Roubaix.

Als schärfster Widersacher gilt Tadej Pogačar. Der slowenische Tour-Sieger bewies bereits 2025 bei seinem Roubaix-Debüt eindrucksvoll, dass ihm die anspruchsvollen Pavé-Sektoren liegen. Im packenden Zweikampf lieferte er sich mit van der Poel ein Duell auf Augenhöhe, ehe ihm ein Steuerfehler samt Sturz zum Verhängnis wurde - am Ende blieb nur Rang zwei. Neben diesem Favoritenduo mischen auch Jasper Philipsen, Mads Pedersen, Wout van Aert und Filippo Ganna im Kampf um den begehrten Pflasterstein-Pokal mit.

Paris-Roubaix2026: Favoritenrollen bei den Frauen völlig offen

Im Gegensatz zum Männerrennen herrscht bei den Frauen ein Wettkampf ohne klare Titelverteidigerin. Pauline Ferrand-Prévot tritt in diesem Jahr nicht an - die überraschende Siegerin von 2025 und Tour-Gewinnerin verzichtet auf einen Start.

Das Fehlen einer dominanten Topfavoritin macht das Rennen besonders spannend. Die belgische Allrounderin Lotte Kopecky, die 2024 triumphierte, kennt die Tücken der Pavé-Passagen genau und zählt erneut zum erweiterten Favoritenkreis. Die niederländische Sprint-Spezialistin Lorena Wiebes bewies mit ihrem dritten Platz im Vorjahr ebenfalls, dass sie mit den rauen Kopfsteinpflastern bestens klarkommt.

Auch Elisa Longo Borghini mischt im Favoritenkreis mit. Die italienische Routinière holte sich 2022 bereits den Sieg in Roubaix und erreichte 2021 das Podest als Dritte. Ihre Erfahrung auf den gefürchteten nordfranzösischen Pflastersteinen könnte sich als entscheidender Vorteil erweisen.

Paris-Roubaix 2026: 30 Pflasterstein-Passagen fordern ihren Tribut

Die Männer absolvieren auf ihrem 258,3 Kilometer langen Weg nach Roubaix insgesamt 30 Kopfsteinpflaster-Abschnitte – stolze 54,8 Kilometer auf brutalem Untergrund. Nach etwa 100 Kilometern trifft das Peloton auf die erste Pavé-Passage. Eine besondere taktische Herausforderung wartet gleich zu Beginn der Kopfsteinpflaster-Phase: Die ersten vier Sektoren folgen in rascher Abfolge aufeinander, bevor ein 800 Meter langer Anstieg die Beine zusätzlich strapaziert.

Drei Passagen gelten mit der Höchstwertung von fünf Sternen als rennentscheidend. Bei Kilometer 163 wartet der gefürchtete Wald von Arenberg auf 2,3 Kilometern Länge. Mons-en-Pévèle folgt bei Kilometer 209,7 mit drei Kilometern als längster Fünf-Sterne-Sektor. Den finalen Kraftakt stellt Carrefour de l'Arbre bei Kilometer 241,2 über 2,1 Kilometer dar.

Die Frauen bewältigen auf 144 Kilometern immerhin 33,7 Kilometer Kopfsteinpflaster in 20 Sektoren. Ihre letzten 17 Passagen decken sich mit der Männerstrecke – inklusive der beiden Fünf-Sterne-Monster Mons-en-Pévèle und Carrefour de l'Arbre.

Nils Politt opfert eigene Podiumschancen für Pogačar

Nils Politt fährt in diesem Jahr mit einem Rollenkonflikt nach Roubaix. Der Kölner erreichte 2019 als bisher letzter deutscher Fahrer das Podest, als er im Zielsprint gegen Philippe Gilbert unterlag. Zwei Jahre zuvor untermauerte er mit Rang vier seine Ambitionen auf diesem Terrain.

Doch 2026 muss der Klassiker-Spezialist seine persönlichen Ziele hinten anstellen. Als Helfer seines UAE-Teamkollegen Tadej Pogačar wird er sich in den Dienst des slowenischen Top-Favoriten stellen - trotz seiner nachgewiesenen Form auf den nordfranzösischen Pflastersteinen.

Deutlich freiere Hand genießt Jonas Rutsch. Der 1,97 Meter große Deutsche bewies im Vorjahr mit Platz sechs eindrucksvoll seine Kopfsteinpflaster-Qualitäten. Wie Politt profitiert er von seiner kräftigen Statur, die auf den rauen Pavé-Passagen von Vorteil ist. Auch Max Walscheid gehört mit seinen 1,99 Metern Körpergröße zu den deutschen Startern - der Hüne belegte bereits einen beachtlichen zwölften Rang.

Paris-Roubaix 2026 in TV und Live-Stream: Mehrere TV-Sender bringen die Pavé-Schlacht ins Wohnzimmer

Radsportfans können Paris-Roubaix auf mehreren Kanälen live verfolgen. Eurosport steigt bereits um 10.30 Uhr in die Übertragung ein und begleitet das Geschehen von Beginn an. Zusätzlich läuft das Rennen über den Streaming-Dienst Discovery+ sowie auf Eurosport.de.

Das Erste schaltet ab 14.05 Uhr zur Live-Berichterstattung um, wenn sich das Rennen seinem Höhepunkt nähert. Wer bereits früher ins Geschehen einsteigen möchte, findet ab 12.05 Uhr einen Live-Stream auf Sportschau.de und in der ARD-Mediathek. Parallel dazu läuft ab 10.50 Uhr ein Live-Ticker auf dem Sportportal.

Nach dem Zieleinlauf stehen zeitnah Video-Highlights auf Sportschau.de bereit. Ab 19.15 Uhr zeigt die Sportschau im Ersten eine ausführliche Zusammenfassung des Kopfsteinpflaster-Epos mit den entscheidenden Szenen aus der "Hölle des Nordens".

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