Ski alpin bei Olympia 2026: Deutsche Ski-Asse beim Super-G ausgeschieden - Brignone holt Gold
Federica Brignone jubelt nach ihrem famosen Lauf beim Super-G. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Erstellt von Martin Gottschling
12.02.2026 12.47
- Termine der alpinen Skirennen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo
- Siegerinnen und Sieger bei Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Team-Kombination auf einen Blick
- Aktuelle Ergebnisse im News-Ticker
Deutschland träumt weiterhin vom ersten Olympia-Gold in den alpinen Skiwettbewerben seit 2014. Vor zwölf Jahren stand Maria Höfl-Riesch bei den Spielen in Sotschi in der Super-Kombination zuletzt für den DSV ganz oben auf dem Podest. In diesem Winter haben die Damen gleich drei heiße Eisen im Feuer: Emma Aicher, Slalom-Spezialistin Lena Dürr sowie Speedfahrerin Kira Weidle-Winkelmann wollten nach mehreren Podestplätzen im Weltcup beim Kampf ums Edelmetall ein ernstes Wörtchen mitreden. Sie treffen unter anderem auf US-Skistar Mikaela Shiffrin sowie weitere Top-Favoritinnen wie die Neuseeländerin Alice Robinson, die Italienerin Sofia Goggia oder die Österreicherin Julia Scheib. Bei den Männern ruhen die deutschen Hoffnungen vor allem auf Slalom-Ass Linus Straßer. In allen weiteren galt der Schweizer Dominator Marco Odermattals Goldfavorit. Doch sein Landsmann Franjo von Allmen stellte ihn zu Beginn der Spiele mit drei Siegen in Abfahrt, Super-G und Team-Kombination in den Schatten. Auch die deutschen Damen um Emma Aicher feierten Erfolge.
Ski alpin bei den Olympischen Spielen 2026: Die Termine für Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Team-Kombination der Männer und Frauen
Die alpinen Skirennen bei den Olympischen Spielen 2026 werden zwischen dem 7. und 18. Februar ausgetragen. Die Damen gehen im Tofane Alpine Skiing Centre in Cortina d'Ampezzo an den Start, die Herren im Stelvio Skiing Centre in Bormio. Der Zeitplan sieht wie folgt aus:
| Datum | Uhrzeit (MEZ)* | Wettkampf | Sieger/Siegerin |
| Samstag, 07.02.2026 | 11.30 Uhr | Abfahrt Männer | Franjo von Allmen |
| Sonntag, 08.02.2026 | 11.30 Uhr | Abfahrt Frauen | Breezy Johnson |
| Montag, 09.02.2026 | 10.30 Uhr/14.00 Uhr | Team-Kombination Männer (Abfahrt und Slalom) | Franjo von Allmen und Tanguy Nef |
| Dienstag, 10.02.2026 | 10.30 Uhr/14.00 Uhr | Team-Kombination Frauen (Abfahrt und Slalom) | Ariane Rädler und Katharina Huber |
| Mittwoch, 11.02.2026 | 11.30 Uhr | Super-G Männer | Franjo von Allmen |
| Donnerstag, 12.02.2026 | 11.30 Uhr | Super-G Frauen | Federica Brignone |
| Samstag, 14.02.2026 | 10.30 Uhr/13.30 Uhr | Riesenslalom Männer (1. + 2. Lauf) | |
| Sonntag, 15.02.2026 | 10.30 Uhr/13.00 Uhr | Riesenslalom Frauen (1. + 2. Lauf) | |
| Montag, 16.02.2026 | 10.30 Uhr/13.30 Uhr | Slalom Männer (1. + 2. Lauf) | |
| Mittwoch, 18.02.2026 | 10.30 Uhr/13.30 Uhr | Slalom Frauen (1. + 2. Lauf) |
* kurzfristige Änderungen im Ablaufplan möglich
Ergebnisse der alpinen Skiwettbewerbe bei Olympia 2026 im News-Ticker
An dieser Stelle finden Sie während der Olympischen Spiele alle wichtigen Infos rund um die alpinen Skirennen der Männer und Frauen in Bormio und Cortina d'Ampezzo.
+++ 12.02.2026: Deutsche Ski-Asse scheiden in Super-G aus - Gold an Brignone +++
Nach zwei Medaillen in den ersten Rennen haben die deutschen Skirennfahrerinnen im olympischen Super-G eine Enttäuschung erlebt. Die als Mitfavoritinnen gestarteten Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann schieden auf dem schwierigen Kurs in Cortina d'Ampezzo jeweils nach Fahrfehlern aus. Aicher verpasste es vorerst, als erste Deutsche seit Katja Seizinger 1998 drei Olympia-Medaillen bei denselben Spielen zu gewinnen.
Gold ging an die Italienerin Federica Brignone, die vor weniger als einem Jahr eine schwere Knieverletzung erlitten hatte und um den Olympia-Start bangen musste. Die 35-Jährige ist die älteste Alpin-Olympiasiegerin der Geschichte. Sie verwies die Französin Romane Miradoli (+0,41 Sekunden) und Cornelia Hütter aus Österreich (+0,52 Sekunden) auf die weiteren Podestplätze.
+++ 11.02.2026: Drittes Alpin-Gold: Von Allmen gewinnt auch Super-G +++
Der Schweizer Franjo von Allmen hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien auch den Super-G gewonnen und damit bereits seine dritte Goldmedaille geholt. Der 24-Jährige setzte sich mit 0,13 Sekunden Vorsprung auf den Amerikaner Ryan Cochran-Siegle durch. Dritter wurde von Allmens Teamkollege Marco Odermatt, der zwar seine zweite Medaille in Bormio holte, aber wie schon in der Abfahrt seiner Favoritenrolle nicht gerecht wurde.
"Es fühlt sich an wie ein Traum", schwärmte von Allmen in der ARD. "Dreimal, absoluter Wahnsinn."
Simon Jocher hatte nach Platz 21 in der Abfahrt erneut nichts mit der Entscheidung zu tun. Der 29-Jährige kam auf den 17. Rang. Anton Grammel als zweiter deutscher Starter landete auf Platz 29.
+++ 10.02.2026: Nächster Silber-Coup: Ski-Duo glänzt in Team-Kombination +++
Die deutschen Skirennfahrerinnen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann haben Silber in der olympischen Team-Kombination gewonnen. Für Aicher ist es schon die zweite Medaille bei den Winterspielen in Italien, nachdem sie in der Abfahrt am Sonntag zu Silber gerast war. Am Ende fehlten den zwei Ski-Assen nur 0,05 Sekunden auf Gold.
Olympiasiegerinnen auf der Piste Olimpia delle Tofane in Cortina d'Ampezzo wurden überraschend die Österreicherinnen Ariane Rädler und Katharina Huber. Bronze ging das US-Duo Jacqueline Wiles und Paula Moltzan. Deren top-favorisierte Teamkolleginnen Mikaela Shiffrin und Breezy Johnson wurden trotz Führung nach der Abfahrt nur Vierte.
+++ 09.02.2026: Ski-Duo Jocher und Straßer verpasst Medaille deutlich +++
Simon Jocher präsentiert sich in der alpinen Team-Kombination stärker als zuletzt. Linus Straßer kann den Rückstand im Slalom aber nicht mehr aufholen. Ein Schweizer bejubelt die nächste Goldmedaille.
Die deutschen Skirennfahrer Simon Jocher und Linus Straßer haben eine Olympia-Medaille in der Team-Kombination klar verpasst. Dem Duo fehlten bei dem aus Abfahrt und Slalom bestehenden Wettkampf in Bormio 0,7 Sekunden auf die Podestplätze. Es belegte schließlich Rang zehn.
Gold ging an den Schweizer Abfahrts-Olympiasieger Franjo von Allmen und den starken Tanguy Nef. Den Silberrang teilten sich zwei zeitgleiche Duos: der Schweizer Superstar Marco Odermatt mit Slalom-Weltmeister Loic Meillard und der Österreicher Vincent Kriechmayr mit Manuel Feller. Die Italiener Giovanni Franzoni und Alex Vinatzer fielen noch von Platz eins auf sieben zurück.
Die lange Durststrecke der deutschen Skirennfahrer bei Olympia geht damit weiter: Die bis dato letzte reine Männer-Medaille holte Markus Wasmeier als Doppel-Olympiasieger 1994 in Lillehammer. Vor vier Jahren in Peking aber waren Straßer sowie Alexander Schmid und Julian Rauchfuß immerhin Teil des Parallel-Events, bei dem es für die Mixed-Auswahl Silber gab.
+++ 08.02.2026: Ski-Drama in Cortina: Aicher holt Silber, Vonn stürzt schwer +++
Deutscher Silber-Coup und Unfall-Drama um Lindsey Vonn: An einem dramatischen Olympia-Tag hat Skirennfahrerin Emma Aicher die erste deutsche Medaille bei diesen Winterspielen gewonnen. Die 22-Jährige wurde in Cortina d'Ampezzo nur von Weltmeisterin Breezy Johnson aus den USA um die Winzigkeit von 0,04 Sekunden geschlagen. Bronze ging an die italienische Lokalmatadorin und Mitfavoritin Sofia Goggia (+0,59 Sekunden).
Überschattet wurde das Rennen in dem malerischen Ambiente in den Dolomiten vom schweren Sturz von Vonn. Die 41-Jährige kam schon im Anfangsteil der Strecke nach einem Fehler zu Fall. Sie blieb danach vor Schmerzen schreiend liegen, ehe sie mit dem Rettungshubschrauber per Seilwinde weggeflogen wurde. Statt eines Happy Ends bei ihrem letzten Großereignis gab es für den wohl größten Star dieser Spiele wieder eine womöglich schwere Verletzung. Dabei war Vonn bereits mit einem gerissenen Kreuzband in Cortina angetreten.
+++ 07.02.2026: Erstes Gold bei Italien-Spielen: Von Allmen gewinnt Abfahrt +++
Der Schweizer Skirennfahrer Franjo von Allmen hat die Olympia-Abfahrt gewonnen und damit das erste Gold der Winterspiele in Italien geholt. Der 24 Jahre alte Weltmeister setzte sich auf der schweren Stelvio-Piste in Bormio mit 0,2 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Giovanni Franzoni durch.
Bronze holte Dominik Paris, der Südtiroler bejubelte im Alter von 36 Jahren damit die erste Olympia-Medaille seiner Karriere. Als einziger deutscher Starter hatte Simon Jocher mit der Entscheidung nichts zu tun und kam mit 2,40 Sekunden Rückstand auf den Sieger nicht unter die besten 20.
Von Allmen hatte im vergangenen Jahr den WM-Titel in Saalbach gewonnen und krönte sich nun bei seinem ersten Olympiastart zum zweiten Schweizer Abfahrtssieger in Serie. Vor vier Jahren in Peking hatte Beat Feuz Gold geholt.
Im deutschen Team hatten die Teilnahmequoten für Ärger gesorgt. Insgesamt stehen den deutschen Alpinen nur fünf Männer-Startplätze bei den Winterspielen zu - weil die Platzierungen in diesem Winter zu schlecht waren, aber auch wegen vieler Startplätze für kleine Nationen. Kritiker meinen, das widerspreche dem Leistungsprinzip. Luis Vogt, der in Kitzbühel Achter geworden war, durfte nicht zu Olympia. Und am Ende waren bei der Abfahrt von Bormio nur 36 Rennfahrer am Start.
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