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Eiskunstlauf-EM 2026 im TV und Live-Stream: Deutsches Paar geschlagen - Hase/Wolodin verpassen Titelverteidigung

Der Traum vom EM-Titel in Sheffield ist für Minerva Hase und Nikita Wolodin geplatzt. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Mike Egerton

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  • Eiskunstlauf-EM 2026 vom 13.01. bis 18.01. in Sheffield (Großbritannien)
  • Zeitplan der Wettbewerbe im Überblick
  • Deutsche Starter und alle Infos zur TV-Übertragung
  • Ergebnisse im News-Ticker

Kurz vor den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo steht für die besten Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer der Welt der letzte Härtetest bei der Europameisterschaft in Sheffield (Großbritannien) an. Im Paarlauf ruhten die deutschen Hoffnungen erneut auf Minerva-Fabienne Hase und ihrem Partner Nikita Wolodin. Das Duo wollten seinen EM-Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen.Doch die Mission ist gescheitert. Wann kämpften sie um Gold? Welche weiteren Athletinnen und Athleten gehen für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) an den Start? Und wo sind die Wettkämpfe live im TV zu sehen? Hier erhalten Fans alle wichtigen Infos.

Eiskunstlauf-EM in Sheffield (Großbritannien) vom 13.01. bis 18.01.2026: Das Programm

Die Eiskunstlauf-EM 2026 in Sheffield wird vom 13. bis 18. Januar ausgetragen. Neben dem Paarlauf stehen die Einzel-Entscheidungen bei den Frauen und Männern sowie im Eistanz auf dem Programm. So sieht der Zeitplan aus:

Datum Uhrzeit (MEZ) Wettbewerb
Dienstag, 13.01.2026   Probetag
Mittwoch, 14.01.2026 14.00 Uhr Kurzprogramm Paare
Mittwoch, 14.01.2026 17.15 Uhr Eröffnungsfeier
Mittwoch, 14.01.2026 18.00 Uhr Kurzprogramm Frauen
Donnerstag, 15.01.2026 14.15 Uhr Kurzprogramm Männer
Donnerstag, 15.01.2026 20.00 Uhr Kür Paare
Freitag, 16.01.2026 13.30 Uhr Rhythm Dance Eistanzen
Freitag, 16.01.2026 19.00 Uhr Kür Frauen
Samstag, 17.01.2026 14.00 Uhr Kür Männer
Samstag, 17.01.2026 19.30 Uhr Kür Eistanzen
Sonntag, 18.01.2026 16.00 Uhr Schaulaufen der Sieger*innen

Deutsche Starter bei der Eiskunstlauf-EM 2026 in Sheffield

Neben Minerva Hase und Nikita Wolodin treten Annika Hocke und Robert Kunkel als zweites deutsches Paar bei der Eiskunstlauf-EM 2026 an. Außerdem gehören zum DEU-Team gehören der Einzelstarter Genrikh Gartung sowie das Eistanz-Paar Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan. Nikita Starostin (bei den Männern) sowie Charise Matthaei/Max Liebers (im Eistanzen) werden als Ersatz nach Sheffield mitgenommen.

Eiskunstlauf-EM 2026 im TV und Live-Stream sehen: Diese Sender übertragen aus Sheffield

Die Eiskunstlauf-EM 2026 wird bei Eurosport 2 übertragen. Daneben gibt es Live-Streams unter sportstudio.de (ZDF) und im ZDF-Streaming-Portal sowie bei den kostenpflichtigen Streamingdiensten Discovery+ und DAZN. Auch auf dem YouTube-Kanal der International Skating Union (ISU) können Fans die Wettbewerbe verfolgen.

Die TV-Zeiten sehen wie folgt aus:

  • Mittwoch, 14. Januar 2026: ab 17.55 Uhr bei Eurosport 2
  • Donnerstag, 15. Januar 2026: ab 15.45 Uhr und 19.55 Uhr bei Eurosport 2
  • Freitag, 16. Januar 2026: ab 13.25 Uhr, 15.45 Uhr und 18.55 Uhr bei Eurosport 2
  • Samstag, 17. Januar 2026: ab 15.50 Uhr und 19.25 Uhr bei Eurosport 2

Eiskunstlauf-EM 2026 im News-Ticker

An dieser Stelle halten wir Sie über alle Ergebnisse aus Sheffield auf dem Laufenden.

+++ 15.01.2026: Dämpfer vor Olympia: Hase/Wolodin verpassen EM-Titel +++

Das deutsche Top-Duo Minerva Hase und Nikita Wolodin hat den Titel bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft im britischen Sheffield deutlich verpasst und damit wenige Wochen vor den Olympischen Spielen einen Rückschlag kassiert. Die beiden belegten nach einer enttäuschenden Kür mit einem Sturz beim Wurfrittberger sowie bei einer Hebung und insgesamt 203,87 Punkten nur den zweiten Platz.

Den Titel im Paarlaufen holten sich erstmals die Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (215,76 Punkte), die auch schon nach dem Kurzprogramm knapp vor Hase/Wolodin in Führung gelegen hatten. "Noch ist alles offen", hatte Hase noch vor der Kür gesagt. Doch Hase/Wolodin konnten wie schon im Kurzprogramm keine fehlerfreie Vorstellung abliefern. Im Gegenteil: Der knappe Rückstand wuchs in der Kür deutlich.

Den dritten Rang belegten Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko (202,56 Punkte) aus Ungarn. Das zweite deutsche Duo Annika Hocke/Robert Kunkel (188,27 Punkte) landete wie schon nach dem Kurzprogramm auf einem guten vierten Platz.

Traum vom Olympiasieg

Auch wenn sich Hase/Wolodin in Sheffield mit Silber zufriedengeben mussten, zählen sie bei Olympia in Italien in einem Monat zu den Medaillenanwärtern. Die beiden 26-Jährigen träumen von Gold beim Saisonhöhepunkt.

Um sich diesen Traum zu erfüllen, benötigen Hase/Wolodin im Gegensatz zur EM sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür zwei fehlerfreie Vorstellungen. Neben den Georgiern Metelkina/Berulawa zählen die Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan und die Italiener Sara Conti/Niccolò Macii zu den größten Konkurrenten. Wegen einer Verletzung Contis fehlte das Paar bei der EM.

Gartung zittert sich ins Kürfinale

Wenige Stunden vor der Silbermedaille für HaseWolodin hatte sich Genrikh Gartung in der Männerkonkurrenz nach einer Zitterpartie im Kurzprogramm für die Kür am Samstag (ab 14.00 Uhr) qualifiziert.

Der 18-Jährige belegte auch wegen eines Sturzes beim dreifachen Axel mit 64,45 Punkten den 24. Rang und damit den letzten Finalplatz. "Es war sehr schwer. Der Axel hat mich rausgebracht", sagte Gartung. In Führung liegt nach dem Kurzprogramm Nika Egadse aus Georgien mit 91,28 Zählern.

Am Freitag steigt dann auch das deutsche Eistanz-Duo Charise Matthaei/Max Liebers in die EM ein. Das Paar war für Jennifer Janse van Rensburg und den an einem Infekt erkrankten Benjamin Steffan nachgerückt. Eine deutsche Einzelstarterin nimmt erstmals seit mehr als 70 Jahren nicht an der EM teil.

+++ 15.01.2026: 18-Jähriger zittert sich bei Eiskunstlauf-EM ins Finale +++

Eiskunstlauf-Teenager Genrikh Gartung hat sich bei seiner ersten Europameisterschaft nach einer Zitterpartie im Kurzprogramm für die Kür qualifiziert. Der 18-Jährige belegte im britischen Sheffield auch wegen eines Sturzes beim dreifachen Axel mit 64,45 Punkten den 24. Rang und damit den letzten Finalplatz. "Es war sehr schwer. Der Axel hat mich rausgebracht", sagte Gartung.

Besonders bitter für Gartung: Bei seinem EM-Debüt erhielt er einen Punktabzug wegen eines Zeitverstoßes. Beinahe hätte ihn dieser den Einzug in das Kürfinale am Samstag (ab 14.00 Uhr) gekostet.

Drama um Franzosen Aymoz

Doch nach Gartung patzte noch der Franzose Kévin Aymoz. Der 28-Jährige, der als Mitfavorit auf den Titel galt, stürzte gleich dreimal und landete nur auf dem 27. Platz.

Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) entging damit der nächsten Ernüchterung in den Einzelwettbewerben bei einem Großereignis. Bei der EM im vergangenen Jahr hatte es weder bei den Männern noch bei den Frauen einen Finaleinzug gegeben. Für Sheffield wurde von der DEU aufgrund von mangelnder Qualität erst gar keine Einzelstarterin nominiert.

In Führung liegt nach dem Kurzprogramm Nika Egadse aus Georgien mit 91,28 Punkten. Zweiter ist der Este Aleksandr Selevko (88,71 Punkte), auf dem dritten Rang liegt dessen Bruder Mihhail Selevko (88,28 Punkte).

+++ 14.01.2026: "Wacklige Beine": Hase/Wolodin nach EM-Kurzprogramm Zweiter +++

Minerva Hase und Nikita Wolodin müssen bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft im britischen Sheffield um die Titelverteidigung bangen. Das deutsche Top-Paar zeigte wenige Wochen vor den Olympischen Spielen ein solides, aber kein perfektes Kurzprogramm und belegt mit 74,81 Punkten Platz zwei. "Wir waren heute schon nervös, würde ich sagen", meinte Hase. Man habe "wacklige Beine" gespürt, so die 26-Jährige weiter.

In Führung liegen die Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (75,96 Punkte). Dritter sind Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko (73,32) aus Ungarn vor dem zweiten deutschen Duo Annika Hocke/Robert Kunkel (65,47).

Die Vizeweltmeister Hase/Wolodin mussten bei dem Kurzprogramm, das den EM-Auftakt bildete, als letztes Paar aufs Eis. Beim dreifachen Salchow stützte sich Hase auf dem Eis ab. Die Chance auf die Titelverteidigung hat das Duo aber aufrechterhalten. Die Medaillenentscheidung fällt in der Kür am Donnerstag (ab 20.00 Uhr).

EM als Zwischenstation auf dem Weg zu Olympia

Hase/Volodin erhielten damit einen kleinen Dämpfer in der Vorbereitung auf Olympia in Italien. Die EM ist der letzte Härtest, bevor es in fast genau einem Monat bei den Winterspielen in Mailand um Edelmetall geht.

"Wir haben danach noch mal drei Wochen Trainingszeit, die wir nutzen können, um noch mal Kleinigkeiten anzupassen", hatte Hase, die mit Volodin auch beim Saisonhöhepunkt zu den Goldkandidaten zählt, vor der EM gesagt.

+++ 13.01.2026: Hase/Wolodin peilen Titelverteidigung an +++

Das deutsche Spitzenpaar Minerva Hase und Nikita Volodin will in dieser Woche seinen Titel bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft im britischen Sheffield verteidigen. Die EM ist der letzte Härtetest vor den Olympischen Spielen in Italien im Februar.

Los geht es für Hase/Volodin gleich zum Auftakt der EM am Mittwoch (ab 14.00 Uhr/Discovery+) mit dem Kurzprogramm der Paare. Um die Medaillen laufen die Vizeweltmeister dann am Donnerstagabend (ab 20.00 Uhr/Discovery+) in der Kür.

EM ohne deutsche Einzelstarterin

Hase/Volodin sind die größte deutsche Medaillenhoffnung bei der EM. Im Paarlaufen sind für die Deutsche Eislauf-Union außerdem noch Annika Hocke und Robert Kunkel am Start. Im Eistanzen nehmen Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan teil. Bei den Männern hofft der erst 18-jährige Genrikh Gartung auf eine Topplatzierung, während für die Frauenkonkurrenz keine deutsche Athletin nominiert wurde.

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/loc/news.de/dpa

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