Handball-EM 2026 im TV und Live-Stream: Blamables Vorrunden-Aus droht - DHB-Team gegen Spanien zum Siegen verdammt
Die deutschen Handballer brauchen im letzten EM-Vorrundenspiel gegen Spanien dringend einen Sieg. Bild: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
Erstellt von Martin Gottschling
19.01.2026 07.08
- Handball-EM der Herren 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen vom 15.01. bis 01.02.
- Alle Infos zu Modus, Terminen, Teams, deutschen Spielen und zur TV-Übertragung
- Ergebnisse der Europameisterschaft im News-Ticker
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Herren wartet nun schon längere Zeit auf einen großen Titel. Zuletzt war bei der WM 2025 im Viertelfinale gegen Portugal Schluss, ein Jahr zuvor gab es bei der Heim-EM einen ebenfalls eher enttäuschenden vierten Platz. Den letzten Erfolg bei einer Europameisterschaft gab es 2016. Zehn Jahre später nimmt das Team von Bundestrainer Alfred Gislason erneut den Pokal ins Visier. Vom 15. Januar bis 1. Februar kämpfen insgesamt 24 Nationen bei der EHF Handball-Europameisterschaft 2026 um den großen Triumph.
Handball-EM 2026: Austragungsorte, Modus und Spielplan mit Gegner für Deutschland
Ausgetragen wird die 17. Handball-EM in Dänemark, Schweden und Norwegen. Die Spielorte sind:
- Oslo (Unity Arena), Norwegen
- Herning (Jykse Bank Boxen), Dänemark
- Kristianstad (Kristianstad Arena), Schweden
- Malmö (Malmö Arena), Schweden
Zunächst gibt es eine Vorrunde mit sechs Gruppen, in denen sich jeweils vier Mannschaften befinden. Jeder spielt gegen jeden. Die besten zwei Teams qualifizieren sich für die Hauptrunde mit zwei Gruppen und jeweils sechs Teams. Die Ergebnisse aus der Vorrunde werden übernommen. Weitere Punkte können in Partien gegen Gruppengegner, gegen die man bislang noch nicht gespielt hat, erzielt werden. Platz 1 und Platz 2 der beiden Hauptrunden-Gruppen kommen in die Finalrunde. Ab dem Halbfinale geht es im K.-o.-System weiter. Die folgenden Termine sollten sich Handball-Fans dick im Kalender markieren:
- Vorrunde: 15.01. - 21.01.2026
- Hauptrunde: 22.01. - 28.01.2026
- Halbfinale: 30.01.2026
- Spiel um Platz 3: 01.02.2026
- Finale: 01.02.2026
Das DHB-Team bestreitet seine Vorrundenspiele in Herning. Gegner in Gruppe A sind Spanien, Österreich und Serbien. So sieht der Spielplan für Deutschland aus:
| Datum | Uhrzeit | Spiel | TV | Ergebnis |
| Donnerstag, 15.01.2026 | 20.30 Uhr | Deutschland - Österreich | ARD | 30:27 |
| Samstag, 17.01.2026 | 20.30 Uhr | Serbien - Deutschland | ARD | 27:30 |
| Montag, 19.01.2026 | 20.30 Uhr | Deutschland - Spanien | ZDF |
Wo ist die Handball-Europameisterschaft 2026 im TV und Live-Stream zu sehen?
Alle Spiele der Handball-EM 2026 werden beim kostenpflichtigen Streamingdienst Dyn gezeigt. Die Partien der deutschen Mannschaft sind darüber hinaus im Free-TV bei ARD oder ZDF zu sehen. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender übernehmen die Berichterstattung im Wechsel. Sie bieten die Spiele mit deutscher Beteiligung und laut "Handball-World" mehr als 30 weitere Partien des Turniers auch als Live-Stream unter sportschau.de sowie zdf.de an.
Wer sind die Favoriten bei der Handball-EM 2026?
Zu den Top-Favoriten zählen Co-Gastgeber Dänemark als amtierender Weltmeister sowie Titelverteidiger Frankreich. So sehen die weiteren Vorrunden-Gruppen aus:
- Gruppe B: Dänemark, Portugal, Nordmazedonien, Rumänien
- Gruppe C: Frankreich, Norwegen, Tschechien, Ukraine
- Gruppe D: Slowenien, Färöer, Montenegro, Schweiz
- Gruppe E: Schweden, Kroatien, Niederlande, Georgien
- Gruppe F: Ungarn, Island, Polen, Italien
Alle Ergebnisse der Handball-EM in Dänemark, Schweden und Norwegen im News-Ticker
An dieser Stelle halten wir Sie über alle aktuellen Entwicklungen bei der Handball-Europameisterschaft der Herren auf dem Laufenden.
+++ 19.01.2026: Endspiel für DHB-Coach Gislason? Verband lässt Zukunft offen +++
Den deutschen Handballern droht bei der Europameisterschaft das historische Vorrunden-Aus - und Bundestrainer Alfred Gislason in diesem Fall der Verlust seines Jobs. Sollte die DHB-Auswahl im Duell mit Spanien heute Abend (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) erstmals den Einzug in die EM-Hauptrunde verpassen, dürfte der 66 Jahre alte Isländer kaum noch im Amt zu halten sein.
DHB-Präsident Andreas Michelmann vermied vor dem letzten Gruppenspiel des Olympia-Zweiten ein klares Bekenntnis zu Gislason, dessen Vertrag nach der Heim-WM im kommenden Jahr endet. "Wir haben volles Vertrauen zum Trainer, was das nächste Spiel anbelangt. Darauf sollen sich alle konzentrieren", sagte Michelmann der ARD.
Wie stets nach großen Turnieren werde das DHB-Präsidium auf einer Sitzung Anfang Februar den EM-Auftritt der Mannschaft und die Leistung des Bundestrainers bewerten und "auf Basis dieser Bilanzen und Analysen" eine Entscheidung treffen. Sollte die deutsche Mannschaft nicht die zweite Turnierphase erreichen, könnte das Treffen auch schon früher stattfinden.
Auch Hanning kritisiert Gislason
Für den Fall eines krachenden Scheiterns bei der Endrunde in Dänemark, Norwegen und Schweden hatte Michelmann schon vor Turnierbeginn eine Jobgarantie für den Bundestrainer verweigert. "Es ist doch klar, dass wir darüber nachdenken würden, wenn die Mannschaft - wovon ich nicht ausgehe - bei der EM absolut nicht performt", sagte der 66-Jährige zu einer möglichen vorzeitigen Trennung von Gislason, der seit Februar 2020 im Amt ist.
Genau dieses Szenario droht nach der 27:30-Pleite gegen Serbien, zu der Gislason mit einigen Personalentscheidungen und einem Buzzer-Blackout kurz vor Schluss beigetragen hatte. Dafür gab es von etlichen Experten massive Kritik, der sich auch Bob Hanning anschloss.
"Gegen Serbien ging am Ende alles drunter und drüber. Selbst unserer so hochgelobten Defensive fehlte am Ende der Überblick. Die von allen Seiten hochgelobte Kaderbreite ist nichts wert, wenn man sie nicht sinnvoll nutzt", sagte der Geschäftsführer des deutschen Meisters Füchse Berlin und Nationaltrainer Italiens in einer "Bild"-Kolumne.
Im Duell mit Spanien gehe es nun um alles. Um das Weiterkommen aus eigener Kraft zu schaffen, muss ein Sieg mit drei Toren Vorsprung her. "Es geht um die Zukunft dieser Mannschaft, es geht um die Zukunft des Bundestrainers und es geht um nicht weniger als die Zukunft unserer Sportart", so Hanning.
+++ 18.01.2026: Bob Hanning scheitert mit Italien in EM-Vorrunde +++
Bob Hanning hat bei seiner ersten EM als italienischer Nationaltrainer die Hauptrunde verpasst. Nach dem 26:32 (13:14) gegen Ungarn haben die Azzurri schon vor dem Vorrundenabschluss am Dienstag gegen Polen ihre Chance auf die zweite Turnierphase verspielt. Für die Südeuropäer ist es die erste EM-Teilnahme seit 1998.
Italien hatte sich zwar auf 23:24 herangekämpft, blieb in der Schlussphase aber acht Minuten ohne Treffer. Zum EM-Auftakt hatte Italien gegen Island verloren. Island und Ungarn spielen nun um den Gruppensieg.
Der ehemalige DHB-Vizepräsident Hanning, der auch als Geschäftsführer beim deutschen Meister Füchse Berlin tätig ist, hatte die Italiener im Vorjahr übernommen. Er will die Mannschaft wieder zu einem festen Bestandteil des internationalen Wettbewerbs machen und zugleich die Popularität des Sports im eigenen Land steigern.
Dänemark wartet seit 2012 auf EM-Titel
Derweil marschierte Co-Gastgeber und Topfavorit Dänemark weiter mühelos durch die Vorrunde und qualifizierte sich mit dem 39:24-Sieg gegen Rumänien vorzeitig für die zweite Turnierphase. Der Olympiasieger und Weltmeister um Welthandballer Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin ist derzeit das Nonplusultra im internationalen Handball - auf einen EM-Titel wartet die mit Bundesliga-Spielern gespickte Auswahl allerdings seit 2012.
+++ 18.01.2026: Großfamilie feiert historischen Handball-Sieg für Färöer +++
Eine Inselgruppe im Nordatlantik flippt aus und feiert einen historischen Handballabend: Dank der Großfamilie um Elias á Skipagøtu vom Bundesligisten THW Kiel haben die Färinger erstmals in ihrer Verbandsgeschichte ein EM-Spiel gewonnen. Vor etwa 6.500 Anhängern, die rund zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachten, gewann der Handball-Zwerg sein zweites Vorrundenspiel gegen Montenegro mit 37:24 und hat nach dem Auftakt-Remis gegen die Schweiz nun gute Chancen auf die Hauptrunde.
18 Treffer trugen die Familien á Skipagøtu und Mittun bei. Elias á Skipagøtu vom THW Kiel machte acht Tore, sein Bruder Roi blieb diesmal ohne Treffer. Ihr Cousin Oli Mittun war bester Schütze mit zehn Toren, sein Bruder Pauli war nicht erfolgreich. Auch Hakun West av Teigum vom deutschen Meister Füchse Berlin reihte sich mit neun Treffern in die Torschützenliste ein.
Ein Land so groß wie Wetzlar
Die Fans, fast alle in Weiß und mit Hüten in Landesfarben, verwandelten die Arena in ein Tollhaus. Jedes Tor wurde wie ein EM-Sieg gefeiert, Schiedsrichterentscheidungen gingen im lautstarken Gesang unter. Wie der Verband auf Instagram mitteilte, sind derzeit sogar das Parlament sowie einige Kindergärten geschlossen, weil viele Mitglieder beziehungsweise Erzieher ebenfalls in Oslo sind.
Die Färöer bestehen aus insgesamt 18 Inseln im Nordatlantik und haben rund 55.000 Einwohner. Also in etwa so viele wie die hessische Bundesliga-Stadt Wetzlar.
Fans kommen in Sondermaschinen und per Fähre
Mit Chartermaschinen und per Fähre waren die Fans angereist. Die nationale Fluggesellschaft Atlantic Airways setzte 18 Sondermaschinen ein. Weitere 1.050 Fans nahmen die Fähre, wie der färingische Handballverband der dpa mitteilte.
Schon bei der EM in Deutschland vor zwei Jahren hatten Tausende Fans der Färinger eine riesige Handball-Party in Berlin gefeiert.
+++ 18.01.2026: Gislason nimmt Schuld für Serbien-Pleite auf sich +++
Bundestrainer Alfred Gislason hat die Schuld für die Vorrunden-Pleite der deutschen Handballer bei der EM gegen Serbien auf seine Kappe genommen. "Ich habe uns den Punkt gekostet mit meiner Auszeit. Dieses Tor hätte uns extrem gutgetan", sagte Gislason zu seiner unglücklichen Aktion in der Schlussphase der Partie am Samstag in Herning.
In der 58. Minute hatte Juri Knorr den vermeintlichen Ausgleich zum 26:26 erzielt. Doch in den Abschluss des Spielmachers hinein hatte Gislason am Kampfrichtertisch den Buzzer für eine Auszeit gedrückt. Da das akustische Signal um den Bruchteil einer Sekunde vor dem Treffer ertönte, zählte das Tor nicht. "Das ist natürlich fatal aus meiner Sicht und geht völlig auf mich", hatte Gislason schon kurz nach dem Abpfiff eingeräumt.
Durch die 27:30-Niederlage steht die DHB-Auswahl bei der EM vor dem frühen Aus. Sollte Serbien sein letztes Vorrundenspiel gegen Österreich gewinnen, muss Deutschland sein Gruppenfinale gegen Spanien am Montag (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) mit mindestens drei Toren Vorsprung gewinnen, um doch noch das Ticket für die Hauptrunde zu lösen.
+++ 17.01.2026: Pleite gegen Serbien! Handballer bangen um EM-Hauptrunde +++
Deutschlands Handballern droht bei der Europameisterschaft das frühe Aus. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason verlor das zweite Vorrundenspiel gegen Serbien mit 27:30 (17:13) und hat nun wie der Rivale 2:2 Punkte auf dem Konto.
Vor 9.180 Zuschauern im dänischen Herning war Rückraumspieler Renars Uscins mit sechs Toren bester Werfer für den Olympia-Zweiten, der sich zum Auftakt gegen Österreich mit 30:27 durchgesetzt hatte.
Im Kampf um den Einzug in die zweite Turnierphase trifft die DHB-Auswahl am Montag auf Spanien. Der zweimalige Europameister führt die Gruppe A mit 4:0 Punkten an. Sollte sich Serbien zuvor gegen Österreich durchsetzen, benötigt die DHB-Auswahl zwingend einen Sieg zum Weiterkommen.
+++ 15.01.2026: Wolff nach Gesichtstreffer: Auge mit Blut vollgelaufen +++
Nach seiner gnadenlosen Kritik am Spielstil der Österreicher hat Deutschlands Handball-Nationaltorhüter Andreas Wolff im direkten Duell zum EM-Auftakt einiges einstecken müssen. Unter anderem einen unbeabsichtigten Gesichtstreffer, der ihn zu einer kurzen Behandlungspause zwang.
"Der Ball ist genau auf mein offenes Auge geflogen. Das ist nicht das Angenehmste. Ich musste es behandeln lassen, weil es mit Blut vollgelaufen ist und ich nur einen schwarzen Fleck gesehen habe. Zum Glück konnte ich dank unserer medizinischen Abteilung weiterspielen. Jetzt sehe ich wieder klar", berichtete Wolff nach dem 30:27 und gab Entwarnung.
Mit zwölf Paraden gehörte Wolff zu den besten DHB-Profis beim gelungenen EM-Auftakt, dem er mit seinen knallharten Aussagen zusätzliche Brisanz verliehen hatte. Das Angriffsspiel der ÖHB-Auswahl sei "unattraktiv" und von "Hässlichkeit" geprägt, hatte Wolff mit Blick auf das Sieben-gegen-Sechs erklärt. Dabei ersetzt ein Team seinen Torwart durch einen siebten Feldspieler.
Wolff erhält nach Kritik mehrere Instagram-Nachrichten
Nach dem Spiel ruderte der 34-Jährige zumindest etwas zurück. "Natürlich ist eingehend zu klären, dass die Wortwahl überspitzt war. Das war natürlich nicht zu einhundert Prozent ernst gemeint. Es gab natürlich die ein oder andere Instagram-Nachricht, die mich sehr erheitert hat. Bei dem genau das, was heute passiert ist, mir nicht gewünscht wurde", berichtete Wolff.
Der Kern der Aussage bleibe aber bestehen, stellte der Torhüter vom THW Kiel klar. "Ich bin absolut kein Fan von dieser Spielweise und ich denke, insbesondere die erste Halbzeit hat mir recht gegeben", befand Wolff. Als er aufs Feld gelaufen war, begrüßten ihn die österreichischen Fans mit pfiffen. Nach einem gehaltenen Siebenmeter kurz vor Schluss feierten ihn die DHB-Anhänger dann mit lauten Sprechchören. "Wenn man solche Aussagen macht, muss man liefern. Das hat er gemacht", erklärte Bundestrainer Alfred Gislason.
Gegen Serbien am Samstag (20.30 Uhr) will Wolff nachlegen.
+++ 15.01.2026: Handballer gewinnen EM-Auftakt gegen Österreich +++
Die deutschen Handballer sind mit einem Pflichtsieg gegen Österreich in die Europameisterschaft gestartet. Die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason gewann ihr erstes Vorrundenspiel im dänischen Herning mit 30:27 (12:8) und tankte nach den Testspiel-Erfolgen gegen Vize-Weltmeister Kroatien weiteres Selbstvertrauen. Vor 5.820 Zuschauern war Kapitän Johannes Golla mit sieben Toren bester DHB-Werfer.
Weitere Gruppengegner sind am Samstag Serbien und am Montag Spanien. Beide Spiele finden ebenfalls um 20.30 Uhr statt. Die zwei besten Teams jeder Vorrundengruppe ziehen in die Hauptrunde ein.
Da Deutschland dort wohl auf Olympiasieger Dänemark sowie Titelverteidiger Frankreich treffen würde, ist eine verlustpunktfreie Vorrunde quasi Pflicht, um die Halbfinal-Mission nicht frühzeitig zu gefährden.
+++ 15.01.2026: Anruf um 8.30 Uhr: Österreich wollte diesen DHB-Profi +++
Viel fehlte nicht und Deutschlands Handball-Hoffnung Miro Schluroff hätte heute Abend das Trikot der Österreicher getragen. "Ich bekam vor ein paar Jahren einen Anruf von Ales Pajovic. 8.30 Uhr, ich habe gepennt, unbekannte Nummer. Ich musste erstmal klarkommen, Rollladen hoch. Dann ging es tatsächlich um das Thema, ob ich mir nicht vorstellen könnte für Österreich zu spielen", erinnerte sich der 25-Jährige an den Anruf.
Der Anruf liegt einige Jahre zurück. Damals spielte Schluroff für den Bundesligisten GWD Minden. Pajovic, heute Trainer der SG Flensburg-Handewitt, coachte damals noch die ÖHB-Auswahl. "Ich wollte mich damals eher auf den Vereinshandball konzentrieren und ich fühle mich auch als Deutscher", sagte Schluroff vor dem EM-Duell der beiden Teams am heutigen Abend (20.30 Uhr/ARD/Dyn) im dänischen Herning.
Vater spielte Fußball für Werder Bremen
Schluroff wurde im österreichischen Bregenz geboren, wo sein Vater Lars Unger zu jener Zeit als Fußballprofi spielte. Als der heutige DHB-Spieler drei Jahre alt war, wechselte sein Vater zum Bundesligisten Werder Bremen. Die Familie zog daraufhin nach Deutschland, wo Schluroff aufwuchs."Ich habe kaum noch Erinnerungen ans Österreich", berichtete der Rückraumspieler.
Unger holte mit Werder 1992 den Europapokal der Pokalsieger, 1993 die Deutsche Meisterschaft und 1994 den DFB-Pokal.
Auch sein Sohn hätte beinahe denselben Weg eingeschlagen: In der Kindheit spielte er Fußball als Innenverteidiger, entschied sich dann jedoch für den Handball. Nach seinem Debüt im März 2025 hat sich Schluroff als Allzweckwaffe in der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason festgespielt. Der Rechtshänder überzeugt defensiv auf beiden Halbpositionen und kann im rechten Rückraum agieren - so flexibel ist niemand im DHB-Team.
+++ 13.01.2026: Handball-EM: Einsatz des verletzten Lichtlein fraglich +++
Der deutschen Handball-Nationalmannschaft droht zum Auftakt der Europameisterschaft der Ausfall von Nils Lichtlein. Der Linkshänder von den Füchsen Berlin verletzte sich am Montagabend in Hannover im letzten Training vor der Abreise nach Dänemark am linken Vorfuß, wie der Deutsche Handball Bund mitteilte.
Die Reise ins Teamquartier in Silkeborg trat der 23-Jährige aber mit an. "Es kann sein, dass er in zwei Tagen wieder fit ist, vielleicht aber auch erst in vier Tagen. Es wird morgen noch einmal eine Untersuchung geben", berichtete Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton nach der Ankunft im deutschen EM-Hotel.
Ein längerer Ausfall des U21-Weltmeisters sei momentan nicht zu befürchten, weshalb vorerst auch keine Nachnominierung geplant sei. "Wir gehen fest davon aus, dass Nils im Laufe der Vorrunde wieder zum Team dazustoßen wird. Deshalb gibt es - Stand heute - keinen Anlass, einen Wechsel beim Personal vorzunehmen", sagte Chatton.
Zuletzt hatte Lichtlein im Rückraum meist nur wenig Einsatzminuten bekommen und seinen Kollegen um Juri Knorr den Vortritt lassen müssen. Die Verletzungspause sei "schade für Nils, der im zweiten Spiel gegen Kroatien erneut gezeigt hat, welche Impulse er uns geben kann", fügte Chatton an. Die beiden Testspiele gegen den WM-Zweiten hatte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason für sich entschieden.
Im ersten, kniffligen Vorrundenspiel der EM trifft die DHB-Auswahl am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD/Dyn) in Herning auf Österreich. Am Samstag ist Serbien der nächste Gegner, zwei Tage später fällt im Duell mit Spanien womöglich die Entscheidung über den Gruppensieg. Leichte Verletzungsprobleme hatte zuletzt auch der am Knöchel lädierte Renars Uscins.
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