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Nachtgarten gestalten: Pflanzen, die den Garten zum Leuchten bringen

Wenn die Sonne untergeht, beginnt der große Auftritt des Nachtgartens. Bild: AdobeStock / Rawpixel.com

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  • Neues Gartenbuch lädt dazu ein, den Garten bewusst am Abend zu erleben
  • Fokus auf nachtwirksame Pflanzen, Düfte und Mondlicht-Effekte
  • Nachhaltiges Konzept mit Mehrwert für Mensch und Tier

Für viele endet die Zeit im Garten, wenn es dunkel wird. Dabei beginnt für Pflanzen und Tiere eine ganz eigene, stille Magie. Weiße Blüten schimmern im Mondlicht, intensive Düfte liegen in der Luft, und plötzlich wird der Garten zum Rückzugsort nach einem langen Tag. Genau hier setzt das neue Buch "Der Nachtgarten" von Lena Landefeld an: Es lädt dazu ein, den Garten nicht nur tagsüber zu denken, sondern ihn bewusst auch für die Abend- und Nachtstunden zu gestalten.

Was ist ein Nachtgarten?

Ein Nachtgarten, auch Mondgarten genannt, ist kein eigener Gartenstil, sondern eine Erweiterung des bestehenden Gartens. Das Konzept: Beete werden so geplant, dass sie im Dunkeln eine besondere Wirkung entfalten. Helle Blüten und silbriges Laub reflektieren das Mondlicht, intensive Düfte entfalten sich erst in den Abendstunden und nachtaktive Tiere beleben den Garten. Gepflanzt und gepflegt wird am Tag, genossen wird am Abend.

Lena Landefeld beschreibt in ihrem Buch drei zentrale Faktoren, die einen Nachtgarten ausmachen:

  • Leuchten: Weiße Blüten, helle Blätter und silbrig schimmerndes Laub bringen Mondlicht ins Beet.
  • Duft: Viele Pflanzen entfalten ihren intensivsten Geruch erst nachts und schaffen eine besondere Atmosphäre.
  • Leben: Nachtfalter, Fledermäuse, Glühwürmchen und andere Tiere finden im intelligent gestalteten Nachtgarten Nahrung und Lebensraum.

Typische Pflanzen für den Nachtgarten

Was einen Nachtgarten ausmacht, zeigt Landefeld ganz konkret an der Pflanzenauswahl. Statt reiner Theorie stellt sie Pflanzen vor, die tagsüber attraktiv sind und nachts ihren großen Auftritt haben. Dazu gehören etwa Zierlauch (Allium), deren kugelige Blütenstände wie kleine Monde über den Beeten schweben, oder die Mondviole, die ihre Blüten erst in der Dämmerung öffnet. Nachtviolen, Lavendel oder Orangenblumen sorgen für intensive Düfte in den Abendstunden, während silberlaubige Stauden wie Wollziest oder Artemisia das Mondlicht reflektieren. Ergänzt werden diese Effekte durch helle Blüten von Stauden, Rosen oder Seerosen, die den Garten auch im Dunkeln strukturieren und zugleich nachtaktiven Tieren Orientierung und Nahrung bieten.

"Der Nachtgarten": Buch als Einladung in den Feierabend-Garten

Im "Nachtgarten" führt Lena Landefeld Schritt für Schritt vom klassischen Taggarten zum Mondgarten. Das Buch verbindet Gestaltungsgrundlagen mit Pflanzenporträts, zehn konkreten Beetideen, saisonalen Tipps und Checklisten. Ergänzt wird das Ganze durch Hinweise zu tierfreundlicher Beleuchtung, Wasser-Elementen und nachhaltiger Gartengestaltung. Als Permakultur-Designerin legt Landefeld großen Wert auf ökologische Aufwertung, Klimastabilität und Ästhetik. Ihr Buch versteht sich nicht als starres Regelwerk, sondern als Einladung, den eigenen Garten neu zu entdecken und ihn auch in den wertvollen Abendstunden bewusst zu erleben.

"Der Nachtgarten" von Lena Landefeld Bild: Ulmer Verlag

Fazit: "Der Nachtgarten" ist ein inspirierendes Buch für alle Hobbygärtner, die mehr aus ihrem Garten herausholen wollen. Und das ohne mehr zu arbeiten. Wer seinen Feierabend künftig lieber im Mondlicht zwischen duftenden Beeten verbringen will, findet hier die passenden Ideen und das nötige Know-how.

Titel: "Der Nachtgarten"
Autor: Lena Landefeld
Verlag: Ulmer Verlag, 2026
Seitenzahl, Buchart: 144, Klappenbroschur
Preis: 20.00 Euro
ISBN: 978-3-8186-2730-0

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