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Johann Lafer hat Krebs: TV-Koch probierte Alternativmedizin - Onkologin warnt vor Behandlungen

Vor seiner Chemotherapie hat Johann Lafer alternative Therapien ausprobiert. Bild: picture alliance/dpa | Helmut Fricke

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  • Johann Lafer versuchte es zuerst mit Alternativmedizin gegen den Lymphdrüsenkrebs
  • Behandlungen zeigten keine Erfolge: TV-Koch startete Chemotherapie
  • Onkologin warnt vor alternativen Therapien gegen Krebs

Der bekannte TV-Koch Johann Lafer kämpft gegen Lymphdrüsenkrebs – und setzte dabei zunächst auf alternative Heilmethoden. Gegenüber "Bild" schilderte er seinen Behandlungsweg: "Ich habe eine Frischzellenkur gemacht, also eine Stammzelltherapie. Auch Sauerstofftherapie habe ich versucht. Und eine Ozontherapie."

TV-Koch Johann Lafer kämpfte mit Alternativmedizin erfolglos gegen Krebs

Zusätzlich veränderte der Starkoch seinen Lebensstil grundlegend. Er ernährte sich verstärkt vegetarisch und strich Zucker weitgehend von seinem Speiseplan. Doch die erhoffte Wirkung blieb aus. "Was soll ich sagen? Das waren ja alles gut gemeinte Ratschläge", resümiert Lafer seine Erfahrungen mit den alternativen Behandlungsansätzen. Dochdie alternativen Behandlungsversuche hatten nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Als sich der Gesundheitszustand des 67-Jährigen zu Beginn dieses Jahres merklich verschlechterte, traf Lafer gemeinsam mit seinem Ärzteteam eine weitreichende Entscheidung. Der Fernsehkoch unterzog sich einer Chemotherapie.

Onkologin bewertet Lafers Behandlungsversuche - deshalb rät sich von alternativer Medizin ab

Prof. Dr. Jutta Hübner, Expertin für Integrative Onkologie an der Uniklinik Jena, bewertet Lafers Behandlungsversuche kritisch. Alternative Medizin würde darauf abzielen medizinische Behandlungen zu ersetzen. "Davon kann ich nur dringend abraten", betont die Ärztin gegenüber "Bild".

Für die Ozontherapie, die ursprünglich zur Durchblutungsförderung entwickelt wurde, existieren laut der Medizinerin keinerlei wissenschaftliche Nachweise einer Wirksamkeit gegen Krebs. Auch Eigenblutbehandlungen mit Ozon zeigten keine belegbaren positiven Effekte auf Tumorerkrankungen. Die Ernährungsumstellung des TV-Kochs sieht Hübner differenzierter: Zuckerreduktion und vegetarische Kost schadeten zwar nicht und förderten die allgemeine Gesundheit, einen direkten Einfluss auf den Krebs hätten sie jedoch nicht.

Johann Lafer leidet an Lymphdrüsenkrebs

Lymphdrüsenkrebs (Lymphom) ist ein Sammelbegriff für bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems, das zum körpereigenen Abwehrsystem gehört. Teil des Systems sind unter anderem Lymphknoten, Milz und bestimmte weiße Blutkörperchen (Lymphozyten). Bei Lymphomen wachsen diese Blutkörperchen unkontrolliert. Zwei Hauptgruppen werden unterschieden: Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphome.

Hodgkin-Lymphome treffen häufig junge Erwachsene und haben insbesondere in frühen Stadien gute Heilungschancen. Bei den Non-Hodgkin-Lymphomen - so eines hat Lafer eigenen Angaben zufolge - gibt es dutzende Subtypen mit sehr unterschiedlichem Verlauf.

Es gibt aggressive Lymphome, die sofort behandelt werden müssen. Betroffene können oft bereits mit der ersten intensiven Behandlung geheilt werden. Für andere Patienten mit langsam fortschreitendem Lymphom kann es ausreichen, zunächst abzuwarten und regelmäßig zur Kontrolle zu gehen. Solche chronischen Erkrankungen lassen sich durch Behandlung meist gut zurückdrängen, dauerhaft heilbar sind sie in der Regel nicht.

Symptome bei Lymphdrüsenkrebs

Typisch bei Lymphdrüsenkrebs sind folgende Symptome:

  • Fieber
  • Nachtschweiß
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • weitere Krankheitszeichen: schmerzlose Lymphknotenschwellungen oft an Hals, Achsel oder Leiste
  • Müdigkeit
  • Leistungsknick

TV-Koch sieht erste Erfolge in der Krebstherapie

Inzwischen hat der Starkoch bereits vier Runden der Chemotherapie absolviert. Die bisherigen Behandlungsergebnisse stimmen ihn optimistisch. "Ich bin froh, dass es anschlägt", äußert sich Lafer zuversichtlich über den Verlauf seiner Therapie.

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/news.de/dpa/stg

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