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Friedrich Merz: Bundeskanzler chancenlos bei AfD-Knall - Merz-Dilemma nicht zu stoppen

Eine Regierungsmehrheit würde Friedrich Merz einer Umfrage zufolge nicht bekommen. Bild: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

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  • Umfrage-Lichtblick für Kubicki und die FDP
  • AfD verteidigt Spitzenposition mit massivem Vorsprung auf Merz
  • Merz kann Absturz nicht stoppen: Koalition verliert weiter an Rückhalt
  • AfD und Linke im Aufwind: Politische Ränder vereinen 40 Prozent auf sich

Die Liberalen können nach einem dramatischen Jahr erstmals wieder aufatmen. Nachdem die FDP vor zwölf Monaten den Einzug in den Bundestag verfehlt hatte, scheiterten zunächst die Rettungsversuche unter Christian Dürr, dem damaligen Parteichef. In der vergangenen Woche übernahm Wolfgang Kubicki das Ruder, nachdem er sich im internen Machtkampf gegen den nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Henning Höne durchsetzen konnte.

Umfrage-Lichtblick für Kubicki und die FDP

Die erste INSA-Erhebung für "Bild" nach dieser Machtverschiebung beschert den Liberalen einen Lichtblick: Im Vergleich zur vorherigen Woche legt die Partei einen Prozentpunkt zu und erreicht nun 4 Prozent. Damit nähert sich die FDP der entscheidenden 5-Prozent-Schwelle, die den Wiedereinzug ins Parlament bedeuten würde.

  • Die Umfrage basiert auf 1203 Befragten und wurde zwischen dem 18. und 22. Mai durchgeführt.

AfD verteidigt Spitzenposition mit großem Vorsprung auf Merz

An der politischen Rangordnung ändert sich unterdessen nichts: Die Alternative für Deutschland (AfD) behauptet ihre Führungsposition mit unveränderten 29 Prozent. Die CDU/CSU folgt mit 22 Prozent auf dem zweiten Platz. Der Union mit Bundeskanzler Friedrich Merz gelingt es nicht, den beträchtlichen Rückstand zur rechtspopulistischen Partei zu reduzieren.

Die Differenz zwischen beiden Kräften verharrt bei rekordverdächtigen sieben Prozentpunkten. Dieser Abstand markiert eine historische Schwäche für die Christdemokraten. Trotz verschiedener Bemühungen der Union bleibt die AfD damit deutlich außer Reichweite.

Merz kann Absturz nicht stoppen: Koalition verliert weiter an Rückhalt

Besonders alarmierend entwickelt sich die Lage für die amtierende Regierung unter Friedrich Merz:

  • Die Koalitionspartner Union und SPD erreichen gemeinsam nur noch 34 Prozent der Wählerstimmen.
  • Seit der Bundestagswahl 2025 entspricht dies einem Verlust von 11 Prozentpunkten.
  • Die Sozialdemokraten kommen dabei lediglich auf 12 Prozent.

Hermann Binkert, der Leiter des INSA-Meinungsforschungsinstituts, zieht laut "Bild" eine drastische Bilanz:

  • Die drei Regierungsparteien hätten "fast jeden vierten Wähler verloren" seit ihrem Amtsantritt.

Diese Einschätzung unterstreicht das Ausmaß der Vertrauenskrise, in der sich das Regierungsbündnis befindet.

AfD und Linke im Aufwind: Politische Ränder vereinen 40 Prozent auf sich

Die Verschiebung zu den politischen Außenpositionen nimmt weiter Fahrt auf: Gemeinsam vereinen AfD und Linke mittlerweile 40 Prozent der Wählerstimmen auf sich. Diese Entwicklung dokumentiert eine fundamentale Veränderung der deutschen Parteienlandschaft, in der die Ränder zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Besonders bemerkenswert zeigt sich die Entwicklung der Linkspartei, die um einen Prozentpunkt zulegt und nun bei 11 Prozent steht. Damit nähert sie sich der SPD fast vollständig an, die lediglich einen Prozentpunkt mehr auf 12 Prozent kommt. Die einstige Volkspartei der Sozialdemokraten sieht sich damit nahezu auf Augenhöhe mit einer Partei, die lange als Randerscheinung galt.

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