Wladimir Putin: Moskau bestätigt Vergeltungsschlag - Putin feuert Monster-Rakete auf Kiew ab
Wladimir Putin könnte seine Monster-Rakete auf Kiew abfeuern. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Maxim Shemetov
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
24.05.2026 11.00
- Wladimir Putin feuert Monster-Rakete auf Kiew
- Wladimir Putin: Das macht seine Monster-Rakete so gefährlich
- Putin setzte Oreschnik-Rakete bereits zweimal ein
- Putins "Wahnsinn kennt keine Grenzen"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Bevölkerung seines Landes vor einem drohenden Vergeltungsschlag Russlands gewarnt. Moskau könnte als Reaktion auf verstärkte ukrainische Attacken auf russischem Gebiet eine seiner gefährlichsten Waffen einsetzen. Die Ukraine hat in den vergangenen Tagen Drohnen- und Raketenangriffe auf Waffenfabriken sowie Infrastruktureinrichtungen in Russland intensiviert.
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Wladimir Putin feuert Monster-Rakete auf Kiew ab
Nachrichtendienste meldeten demnach zunächst konkrete Hinweise auf russische Vorbereitungen für einen Angriff mit Oreschnik-Mittelstreckenraketen.
- "Unsere Nachrichtendienste haben Berichte über eingegangene Daten erhalten, einschließlich von amerikanischen und europäischen Partnern, wonach Russland einen Schlag mit der Oreschnik-Rakete vorbereitet", erklärte Selenskyj in sozialen Netzwerken.
Auch die Hauptstadt Kiew sei nach Angaben des Präsidenten durch die drohende Attacke gefährdet.
Am Sonntag (24.05.2026) erklärte Selenskyjschließlich, Putin habe die Hyperschallrakete tatsächlich gegen die ukrainische Hauptstadt eingesetzt. Aus Kiew drangen Meldungen über massive Angriffe und Zerstörungen an die Öffentlichkeit.
Moskau bestätigt Einsatz von Oreschnik-Rakete im Ukraine-Krieg aktuell
Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Es handle sich um eine Antwort auf die "terroristischen Angriffe" der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit.
Putin-Angriff auf Kiew in der Nacht
Russland hatte die ukrainische Hauptstadt Kiew bereits in der Nacht erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet, rund 20 weitere wurden verletzt, heißt es.
- Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko sprach von insgesamt rund 40 beschädigten Gebäuden. Die Hauptstadt sei Ziel eines "massiven Angriffs mit ballistischen Raketen" geworden, erklärte er. Tkatschenko rief die Bevölkerung dazu auf, weiterhin in den Schutzräumen zu bleiben.
- Kiew-Bürgermeister Vitali Klitschko (54) teilte auf Telegram mit, dass im Bezirk Schewtschenkiwsky eine Schule getroffen worden sei, woraufhin ein Feuer ausbrach. Ob es dabei Verletzte gab, war zunächst unklar.
Wladimir Putin: Das macht seine Monster-Rakete so gefährlich
Die Oreschnik-Rakete gilt als eine der gefährlichsten Waffen im russischen Arsenal.
- Die Mittelstreckenwaffe kann Ziele in bis zu 4000 Kilometern Entfernung treffen. Ihre Geschwindigkeit übertrifft mit mehr als 12.000 Kilometern pro Stunde die eines Kampfjets um das Vierfache.
- Diese enorme Geschwindigkeit macht die Abwehr der Rakete extrem schwierig. Moderne Luftabwehrsysteme stoßen beim Abfangen an ihre Grenzen.
- Russland hat die Waffensysteme im benachbarten Belarus stationiert, von wo aus große Teile der Ukraine in Reichweite liegen.
- Die kurze Vorwarnzeit bei einem Start aus Belarus erschwert Schutzmaßnahmen zusätzlich.
Putin setzte Oreschnik-Rakete bereits zweimal ein
Russland hat die Oreschnik-Waffe bereits in zwei Fällen gegen ukrainisches Gebiet zum Einsatz gebracht.
- Der erste dokumentierte Angriff erfolgte im November 2024 auf die Millionenstadt Dnipro im Osten des Landes.
- Etwa zwei Monate später, im Januar des laufenden Jahres, feuerte Moskau erneut eine dieser Raketen ab - diesmal trafen sie Ziele in der Westukraine.
- Die drohende Attacke würde somit den dritten Einsatz dieser Waffenklasse im Konflikt bedeuten. Anders als die bisherigen Ziele könnte nun jedoch die Hauptstadt Kiew ins Fadenkreuz geraten. Selenskyj warnte ausdrücklich vor einem möglicherweise kombinierten Schlag mit verschiedenen Waffentypen.
Putins "Wahnsinn kennt keine Grenzen"
Der ukrainische Staatschef richtete einen eindringlichen Aufruf an seine Landsleute. Sie sollten bei Luftalarm unverzüglich Schutzräume aufsuchen und die Warnungen äußerst ernst nehmen.
- "Der russische Wahnsinn kennt wirklich keine Grenzen, schützen Sie daher Ihr Leben - nutzen Sie Schutzbunker", appellierte Selenskyj an die Bevölkerung.
Neben dem Aufruf an die eigene Bevölkerung wandte sich Selenskyj auch an die internationale Staatengemeinschaft. Diese müsse Moskau deutlich stärker unter Druck setzen, um eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern. "Druck muss auf Moskau ausgeübt werden, damit es den Krieg nicht ausweitet [...] wir brauchen Frieden, keine Raketen, die die kranken Ambitionen eines Einzelnen befriedigen", forderte der Präsident.
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