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Ennepe-Ruhr-Kreis: Bootsunfall bei Hagen löst Rettungseinsatz aus

Die DLRG meldet einen aktuellen Bootsunfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / TNN / J. Fernando Martinez Lopez

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  • Bootsunfall in Hagen (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen)
  • Einsatzgrund: Das Fahrgastschiff Freiherr vom Stein ist aus dem Fahrwasser gefahren und hat sich dabei auf einer Untiefe festgefahren. Es konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien.
  • 14 Rettungskräfte waren im Einsatz

Ennepe-Ruhr-Kreis aktuell: Bootsunfall

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist vergangenen Samstag wegen eines Bootsunfalls ausgerückt. Es waren laut der Ortsgruppe Dortmund-Brackel e.V. 14 Einsatzkräfte beteiligt.

Folgendes wurde von der Ortsgruppe selbst berichtet: "Um 15:27 Uhr wurde der Wachführer durch einen Anruf eines Passagiers des Fahrgastschiffs Freiherr vom Stein informiert, dass sich das Schiff festgefahren hatte. Der Anrufer, Mitglied der Wachhabenden Ortsgruppe, befand sich mit seiner Familie auf einer privaten Fahrt.  Zum Zeitpunkt des Einsatzes befanden sich ca. 25 Fahrgäste, der Schiffsführer und eine Mitarbeiterin an Bord. Am Einsatztag waren neben der Wachmannschaft fünf Strömungsretter des Bezirks an der Wachstation, um den Umgang mit dem IRB und dem Raft des neuen Geräteanhängers Strömungsrettung zu trainieren. Nach Erhalt der Alarmierung wurden die Bootsbesatzungen der Boote DO-1 und DO-3 sowie die Strömungsretter umgehend verständigt und beauftragt, sich zum Fahrgastschiff zu begeben. Der Wachführer entschied sich, den Einsatz vor Ort zu leiten und begleitete die Besatzungen daher. Nach Eintreffen am Fahrgastschiff wechselte der Wachführer auf das Schiff, um die Einsatzkoordination vor Ort zu optimieren und eine direkte Kommunikation mit dem Schiffsführer zu gewährleisten. Es wurde zunächst beschlossen, das Fahrgastschiff, welches mit dem Bug in Richtung des Fahrwassers ausgerichtet war, in Vorausrichtung freizuschleppen. Hierzu wurden die Boote DO-1 und DO-3 am Bug des Schiffes längsseits positioniert. Das IRB sollte den Schleppvorgang unterstützen, indem es das Schiff in Kiellinie ziehen sollte. Um den Freischleppvorgang zu erleichtern, wurden die Passagiere des Schiffes gebeten, sich zum Bug des Schiffes zu begeben. Nach Herstellung aller Leinenverbindungen erteilte der Wachführer den Befehl, den Schleppvorgang langsam einzuleiten und die Motordrehzahl schrittweise zu erhöhen. Der Schiffsführer unterstützte diesen Versuch mit der eigenen Maschine. Es zeigte sich rasch, dass der vorliegende Versuch nicht von Erfolg gekrönt sein würde. Das Fahrgastschiff vollführte zwar eine leichte Drehung, jedoch in einer Richtung, die den Bug des Schiffes vom Fahrwasser wegführte. Infolgedessen wurde das Motorrettungsboot DO-1, welches sich an der Steuerbordseite des Schiffes befand, ebenfalls in flacheres Gewässer gedrückt, wodurch der Außenbordmotor aus Gründen des Eigenschutzes abgeschaltet und angekippt wurde. Daraufhin wurde beschlossen, einen weiteren Freischleppversuch am Heck des Schiffes durchzuführen, mit dem Ziel, das Schiff mit dem Heck in das Fahrwasser zu drehen.  Hierzu wurden die bestehenden Leinenverbindungen gelöst und die beiden Motorrettungsboote an das Heck des Schiffes verlegt. Aufgrund der extrem niedrigen Wassertiefe wurden zwei Strömungsretter eingesetzt, um die Leinenverbindungen zwischen den beiden Booten und dem Poller, welcher sich achtern an der Backbordseite des Schiffes befand, herzustellen. Der Schiffsführer befand sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls am Heck und überwachte den Vorgang. Im weiteren Verlauf unternahm der Schiffsführer einen weiteren, nicht abgesprochenen Versuch, sich freizufahren, nachdem er in das Führerhaus des Schiffes zurückgekehrt war. Dieser Versuch wurde umgehend durch den Wachführer unterbunden, da sich noch die beiden Strömungsretter im Bereich des Hecks befanden. Dem Schiffsführer wurde untersagt, weitere nicht abgesprochene Handlungen durchzuführen. Im Zuge der Herstellung der Leinenverbindungen und des darauffolgenden Schleppversuchs wurde das Motorrettungsboot DO-1 durch die Windverhältnisse zunehmend nach Steuerbord abgetrieben. Dies erforderte eine erneute Spannung der Schleppleine. Erst der zweite Versuch welcher durch den Schiffsführer unterstützt wurde, das Heck des Schiffes zu drehen, erwies sich als erfolgreich. Der Einsatz wurde um 15:53 beendet. Die Strömungsretter und der Wachführer wurden durch das Fahrgastschiff an die Anlegestelle gegenüber der Wachstation gefahren, Alle Einsatzmittel waren um 16:00 wieder an der Wachstation. Für den Fall, dass der zweite Freischleppversuch ebenfalls erfolglos geblieben wäre war geplant die Passagiere vom Schiff zu evakuieren." (Quelle: DLRG-Einsatztagebuch, Ortsgruppe Dortmund-Brackel e.V.)

Der Einsatz endete am 02.05.2026 um 16:00 Uhr und wurde nach rund 30 Minuten beendet.

Bilder vom Einsatz der Ortsgruppe Dortmund-Brackel e.V. finden Sie im Einsatztagebuch der DLRG.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung basiert auf dem Bericht aus dem Einsatztagebuch der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und wurde automatisiert veröffentlicht. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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