Gesundheit

Krankheitswelle Anfang März: Viele klagen über Depressionen

Ein Fieberthermometer zeigt die Temperatur von 40,1 Grad nach der Messung an einem Kind. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

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  • Symptom Fieber in Kalenderwoche 9 am stärksten verbreitet mit 11.977 Meldungen
  • Anstieg um 20.2% bei Depressionen
  • Hals//Rachenschmerzen mit 56.5% Rückgang

Fieber ist derzeit das am häufigsten gemeldete Symptom – vor allem bei Kindern. Die AOK erklärt, dass Fieber meist eine normale Abwehrreaktion auf Infektionen ist: Der Körper stellt seine „Temperatur-Einstellung“ höher, um Viren und Bakterien besser zu bekämpfen.

Gerade in Kita und Schule treffen Kinder auf viele neue Erreger; typische Kinderkrankheiten und Atemwegsinfekte verlaufen fast immer mit Fieber. Dadurch steigen die Fieberzahlen in dieser Jahreszeit besonders deutlich – medizinisch meist ein Zeichen dafür, dass das kindliche Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, nicht unbedingt für schwerere Erkrankungen.

Fieber aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 9 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Fieber. Mit insgesamt 11.977 Meldungen stehen sie an der Spitze aller registrierten Beschwerden. Damit betreffen 8,8  Prozent der deutschlandweit Anrufenden Fieber.

Symptome aktuell: Hals//Rachenschmerzen rückläufig – Depressionen mit stärkstem Anstieg

Besonders stark Rückläufig sind im Moment Hals//Rachenschmerzen. Im Vergleich zum Vormonat fiel die Anzahl der Berichte um 56.5% von 12.461 auf 5.425 Fälle.

Depressionen hingegen stiegen dafür deutlich. Hier wurde ein Zuwachs von 20.2% gemeldet – der stärkste Anstieg unter allen Symptomen. Zu diesem Beschwerdebild meldete der Patientenserivce in Kalenderwoche 8 insgesamt 1.586 Anrufe. In der vorherigen Periode wurden nur 1.319 erfasst.

Im Herbst nehmen depressive Symptome häufig zu – die AOK weist darauf hin, dass Lichtmangel durch kürzere Tage den Schlaf-Wach-Rhythmus stört, die Produktion von Melatonin erhöht und so Antriebslosigkeit und Verstimmungen begünstigt. Um dem Herbstblues vorzubeugen, rät die AOK zu möglichst viel Tageslicht, regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft und dem bewussten Pflegen sozialer Kontakte.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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