Gesundheit

Februar zieht den "Lichtakku" leer: Winter-Depressionen 50% häufiger gemeldet

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand, auf dem eine Suchanfrage mit der Frage «Bin ich müde oder depressiv?» in einem KI-Chatfenster zu sehen ist. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa | Fernando Gutierrez-Juarez

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  • Symptom Fieber in Kalenderwoche 8 am stärksten verbreitet mit 12.463 Meldungen
  • Anstieg um 45.6% bei Depressionen
  • Hals/Rachenschmerzen mit 65.7% Rückgang

Fieber ist derzeit das am häufigsten gemeldete Symptom – vor allem bei Kindern. Die AOK erklärt, dass Fieber meist eine normale Abwehrreaktion auf Infektionen ist: Der Körper stellt seine „Temperatur-Einstellung“ höher, um Viren und Bakterien besser zu bekämpfen.

Gerade in Kita und Schule treffen Kinder auf viele neue Erreger; typische Kinderkrankheiten und Atemwegsinfekte verlaufen fast immer mit Fieber. Dadurch steigen die Fieberzahlen in dieser Jahreszeit besonders deutlich – medizinisch meist ein Zeichen dafür, dass das kindliche Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, nicht unbedingt für schwerere Erkrankungen.

Fieber aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Fieber werden für Kalenderwoche 8 am häufigsten gemeldet bei dem Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117. Mit insgesamt 12.463 Meldungen stehen sie an der Spitze aller registrierten Beschwerden. Damit entfielen 9,3 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Fieber.

Symptome aktuell: Hals//Rachenschmerzen rückläufig – Depressionen mit stärkstem Anstieg

Besonders stark Rückläufig sind im Moment Hals//Rachenschmerzen. Im Vergleich zur Vorwoche reduzierte sich die Zahl der Erfassungen um 65.7% von 14.184 auf 4.869 Fälle.

Depressionen hingegen stiegen dafür deutlich. Hier wurde ein Zuwachs von 45.6% gemeldet – der stärkste Anstieg unter allen Symptomen. Zu diesem Beschwerdebild verzeichnete der Patientenserivce in Kalenderwoche 7 insgesamt 1.586 Anrufe. In der vorherigen Kalenderwoche wurden nur 1.089 verzeichnet.

Im Winter – und oft bis in den Februar hinein – nehmen saisonal abhängige Depressionen („Winterdepression", SAD) bei manchen Menschen zu: In Deutschland sind die Tage zwischen November und Februar besonders kurz und die Lichtmenge bleibt häufig niedrig. Der anhaltende Lichtmangel kann den Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinanderbringen, die Melatoninproduktion erhöhen (macht müde) und mit Veränderungen u. a. beim Serotonin die Stimmung belasten.

Gerade im Februar kann sich das zuspitzen, weil der "Lichtakku" nach mehreren dunklen Monaten bei vielen leer ist – obwohl die Tage langsam wieder länger werden (z. B. in Berlin Anfang Februar nur rund 9–10 Stunden Tageslicht). Helfen können möglichst viel Tageslicht (am besten morgens, auch bei Wolken), Bewegung draußen, feste Routinen und bewusst gepflegte soziale Kontakte; bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden gelten Lichttherapie sowie – je nach Schwere – Psychotherapie/CBT und/oder Antidepressiva als Behandlungsoptionen.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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