Grippewelle in Kitas und Schulen: Influenza A sorgt für volle Wartezimmer
Ein Fieberthermometer zeigt die Temperatur von 40,1 Grad nach der Messung an einem Kind. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer
19.01.2026 10.00
- Symptom Fieber in Kalenderwoche 4 am stärksten verbreitet mit 12.627 Meldungen
- Anstieg um 79.9% bei Husten
- Hautverletzung mit 0.5% Rückgang
Fieber ist derzeit das am häufigsten gemeldete Symptom – vor allem bei Kindern. Die AOK erklärt, dass Fieber meist eine normale Abwehrreaktion auf Infektionen ist: Der Körper stellt seine „Temperatur-Einstellung“ höher, um Viren und Bakterien besser zu bekämpfen.
Gerade in Kita und Schule treffen Kinder auf viele neue Erreger; typische Kinderkrankheiten und Atemwegsinfekte verlaufen fast immer mit Fieber. Dadurch steigen die Fieberzahlen in dieser Jahreszeit besonders deutlich – medizinisch meist ein Zeichen dafür, dass das kindliche Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, nicht unbedingt für schwerere Erkrankungen.
Die auffällige Mischung aus viel Fieber und dem kräftigen Husten-Plus passt ins Bild der Influenza A ausgelösten Grippewelle. Die WHO bewertet Influenza A als einen der Haupttreiber saisonaler Grippe-Epidemien; bei Menschen zirkulieren vor allem A(H1N1) und A(H3N2). Typisch ist, dass die Erkrankung plötzlich startet – oft mit Fieber, trockenem Husten, starkem Krankheitsgefühl und Kopf-/Gliederschmerzen; der Husten kann dabei zäh sein und zwei Wochen oder länger anhalten. Gerade bei Kindern, die in Kita und Schule viele Erreger "einsammeln", kann diese Kombination die aktuellen Fieber- und Hustenwerte zusätzlich nach oben ziehen.
Fieber aktuell häufigstes Symptom in Deutschland
Fieber werden für Kalenderwoche 4 am häufigsten gemeldet bei dem Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117. Insgesamt 12.627 Meldungen verzeichnen dieses Krankheitsbild. Damit entfielen 10,1 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Fieber.
Quelle: SmED
Symptome aktuell: Hautverletzung rückläufig – Husten mit stärkstem Anstieg
Besonders stark Rückläufig sind im Moment Hautverletzung. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Anzahl der Erfassungen um 0.5% von 2.069 auf 2.058 Fälle.
Im Gegensatz dazu stiegen die Beschwerden über Husten deutlich an. Sie weisen den stärksten Anstieg aller Symptome auf mit 79.9%. Insgesamt erfasste der Patientenservice 8.807 Anrufe zu diesem Beschwerdebild in Kalenderwoche 3. In der vorherigen Periode wurden nur 4.896 verzeichnet.
Die AOK erklärt, dass kalte Luft und trockene Heizungsluft die Schleimhäute austrocknen und so den Husten in die Höhe treiben. Weil Menschen sich jetzt häufiger in geschlossenen Räumen aufhalten, breiten sich Viren besonders schnell aus. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem, die Infekte schneller erwischen.
Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.
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+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unterhinweis@news.demitteilen. +++
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