Gesundheit

Online-Test: Ritzen erkennen

Häufig verletzen sich die Jugendlichen mit Messer oder Schere an den Armen. Bild: news.de

  • Artikel teilen:

Selbstverletzendes Verhalten (SVV) besitzt meist Suchtcharakter und betroffene Jugendliche neigen auch zu erhöhtem Selbstmordrisiko. Daher gilt es, Notsignale frühzeitig zu erkennen.

«Eltern, Lehrer und Freunde, denen Hinweise auf solche Verhaltensweisen bei Jugendlichen auffallen, sollten das Gespräch mit ihnen suchen», rät Maik Herberhold vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (BKJPP). [tt=Menschen, die sich sebst verletzen.]Autoagressive Menschen könne mit einer Psychotherapie geholfen werden.

«Selbstverletzungen bieten den Betroffenen ein Mittel gegen den inneren Druck. Sie dienen oftmals als Fluchtmittel in einen beruhigenden Zustand. Auch nutzen Betroffene den Schmerz, um sich selbst zu spüren oder seelische Schmerzen mit körperlichem Schmerz zu überdecken», erklärt Herberhold. Oft finde eine Gewöhnung statt, die extremere Selbstverletzungen nach sich ziehe, etwa tiefere Schnitte oder großflächigere Verbrennungen. Seelische Störungen können dabei mangelndes Selbstwertgefühl, die Unfähigkeit, Gefühle auszudrücken, Depressionen sowie Ess-, Zwangs- oder Angststörungen sein.

Infos und Test unter: kinderpsychiater-im-netz.de

frz/sca/ivb/ news.de/ap