Ausland

Kältewelle in der Mongolei im Februar 2026: Was ist passiert?

Lagebericht zur aktuellen Kältewelle. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / Loenid ikan

  • Artikel teilen:

Die Mongolei ist von einer Kältewelle betroffen. So erklärt es Mongolian Red Cross Society in einem Bericht vom 21.02.2026. Geschädigt wurden vor allem Bayanhongor, Darkhan-Uul, Dornod, Dornogovi, Dundgovi, Govi-Altai, Khentii, Khovd, Khövsgöl, Ömnögovi, Selenge, Sükhbaatar, Töv.

Kältewelle in der Mongolei: Die Situation aktuell im Februar 2026

Zwischen dem 21. und 23. Februar 2026 wurde Mongolei von Unwettern heimgesucht, darunter starke Winde, Staubstürme und Schneestürme, die die bereits herrschenden Dzud-Bedingungen verschlimmerten und den Reiseverkehr während der geschäftigen Neujahrszeit beeinträchtigten. Die Windgeschwindigkeiten erreichten 18 bis 24 m/s, mit Böen von bis zu 31 m/s, während die Temperaturen auf -30 °C bis -48 °C fielen, was zu schlechter Sicht, blockierten Straßen und Verzögerungen bei den Rettungsmaßnahmen führte. Die Stürme forderten fünf Todesopfer durch Unterkühlung, ein Kind wurde mit Erfrierungen ins Krankenhaus eingeliefert und über 100 Menschen wurden gerettet, nachdem sie gestrandet oder verloren gegangen waren. Mehr als 10.000 Hirtenhaushalte in mehreren Provinzen sind nach wie vor stark betroffen, viele von ihnen sind aufgrund der durch Schnee blockierten Straßen isoliert. Die Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen sind gravierend: Über 4.900 Tiere sind laut Berichten verendet, und die Weidebedingungen verschlechtern sich aufgrund wiederholter Schneefälle, Eiskrusten und erschöpfter Futtervorräte – was die humanitären Risiken für die ohnehin schon gefährdeten Hirtengemeinschaften weiter erhöht.

Ursachen und Folgen von Kältewellen

Eine Kältewelle ist eine starke Abkühlung auf eine unterdurchschnittliche Lufttemperatur, die in relativ kurzer Zeit auftritt. Ursache der Kältewelle ist die arktische Luft, die sich vom sogenannten Polarwirbel gelöst hat, der normalerweise den Nordpol umgibt. Folgen dieser können Erfrierungen sein, die zum Tod führen. Auch Ernten können absterben.

Wissenswertes über die Mongolei

Die Mongolei liegt in Asien und erstreckt sich über eine Fläche von 1.565.000 km². Hier leben 3,17 Millionen Menschen. Die Hauptstadt ist Ulan-Bator.

Letzte große Katastrophen in der Mongolei

Der aktuelle Katastrophenfall wird vom internationalen Projekt zur Dokumentation und Identifikation von Katastrophen GLIDE (GLobal unique disaster IDEntfier) unter der GLIDE-Nummer CW-2026-000024-MNG gelistet.
In der Vergangenheit kam es in der Mongolei immer wieder zu dramatischen Situationen. So sind in der GLIDE-Datenbank seit 2019 insgesamt 16 Katastrophen aufgeführt, bei 7 davon handelte es sich ebenfalls um Kältewellen.

DatumEreignisRegion
21.02.2026Kältewelle
30.12.2023Kältewelle
03.07.2023Hochwasser
19.05.2023Kältewelle
02.12.2022Kältewelle
03.08.2022Sturzflut
29.07.2021Sturzflut
17.03.2021Sturm
18.12.2020Kältewelle
17.06.2020Sturzflut
02.01.2020Kältewelle
01.03.2020Epidemie
02.01.2020Kältewelle
10.05.2019Sturm
16.02.2019Erdbeben
15.01.2019Epidemie

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Projekts GLIDE automatisiert erstellt. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Twitter, Pinterest und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos und den direkten Draht zur Redaktion.

/roj/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.