Alphonso Williams tot

Finanzieller Ruin! DAS soll der Familie des DSDS-Stars helfen

Der Tod von "Deutschland sucht den Superstar"-Gewinner Alphonso Williams ließ nicht nur Fans der Castingshow fassungslos zurück. Auch der Familie des 57-Jährigen steht eine harte Zeit bevor: Den Hinterbliebenen droht der finanzielle Ruin!

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05.10.2019, 22.13 Uhr

Wohnraumnot: 920 Millionen Euro! Berlin leistet sich den teuersten Wohn-Deal der Geschichte

Der Wohnungsmarkt in der Bundeshauptstadt Berlin ist nahezu außer Kontrolle. Der geplante Mietendeckel ist nur eine Maßnahme - eine andere folgt bereits im Dezember! Und die kostet richtig viel Geld!

Teuerster Wohnraumkauf der Geschichte steht an Bild: picture alliance/Annette Riedl/dpa

Der Experte spricht von Rekommunalisierung, der Laie von einem Rückkauf durch die öffentliche Hand. Das Land Berlin erwirbt knapp 6.000 Wohnungen und 70 Gewerbeeinheiten in zwei zusammenhängenden Quartieren in den Stadtteilen Spandau und Reinickendorf. Vertragswert: Satte 920 Millionen Euro. Es handelt sich somit um den größten und bislang teuersten Rekommunalisierungsankauf in der Geschichte der Stadt.

Fehler der Vergangenheit

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher ist sich sicher: „Die Fehler, die in der Vergangenheit mit dem Verkauf dieser Bestände gemacht wurden, können wir nicht rückgängig machen,...!" Durch den Ankauf soll hingegen den Mietern mehr Sicherheit gegeben werden. Die angesprochenen Fehler liegen 15 Jahre zurück, als das Land Berlin für den kompletten Bestand (65.000 Wohnungen) der Wohnungsbaugesellschaft GSW, die inzwischen in die Deutsche Wohnen AG eingegliedert wurde, den Ramschpreis von 405 Millionen Euro erhielt. Den Zuschlag bekamen US-Fondsgesellschaften. Damals jedoch wurden auch die Schulden der GSW in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro mitübernommen.

 

"Entspricht der Wertschöpfungsstrategie"

Der Verkäufer der 3.400 in Spandau und rund 2.500 Wohnungen in Reinickendorf, der Immobilienkonzern Ado Properties S.A. aus Luxemburg, zeigt sich zufrieden. Nach und nach wurden „behutsame Modernisierungsprojekte" getätigt. Der Preis entspreche der Wertschöpfungsstrategie seines Unternehmen, betont deren CEO Ran Laufer. Kritik hingegen kommt von der Berliner FDP und der AfD. Schließlich habe man den fünffachen Preis für den Rückkauf der Wohnungen entrichtet. Die Übernahme durch die kommunale Gesellschaft Gewobag ist bereits für Dezember geplant. Damit steigt der städtische Wohnungsbestand und jener des landeseigenen Immobilienunternehmens auf 32.000 Wohnungen. Weitere 12.000 befinden sich in Planung oder bereits im Bau.

 

Deutsche Wohnen AG

Zum Bestand der Deutschen Wohnen zählen 167.100 Wohn- und Gewerbeeinheiten - 70 % davon in Berlin. Der FFO (Funds from Operations) lag nach eigenen Angaben zum 31.12.2017 bei 432,3 Mio €. Die Aktie der Deutschen Wohnen AG fiel im Juni beträchtlich, im August neuerlich. Die Ratingagentur Moody's senkte den Ausblick des Unternehmens im September von Stable auf Negative. Als Grund geben die Experten den von der Stadt Berlin geplanten Mietendeckel an. Der Berliner Stadtsenat bemüht sich um ein gutes Verhältnis, da möglichst viele Wohnungen rekommunalisiert werden sollen und die Deutsche Wohnen als eine der größten und aggressivsten Unternehmen am Immobilienmarkt der Stadt gesehen wird.

US/add/news.de

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