25.09.2019, 12.17 Uhr

Nach Pleite von Thomas Cook: Abzocke nach Insolvenz? HIER drohen Urlaubern jetzt höhere Preise

Nachdem der älteste Tourismuskonzern der Welt "Thomas Cook" nicht mehr an der Börse gehandelt wird, sind die Konkurrenten im Aufwind. Doch das kann teure Folgen für die Kunden haben. Hier erfahren Sie, wo Sie in Zukunft mit höheren Preisen rechnen müssen.

Urlauber aufgepasst! Hier können in Zukunft höhere Preise drohen. (Symbolbild) Bild: adobestock/hin255

Der Konzern "Thomas Cook" ist insolvent. Nachdem der Aktienkurs auf 0,03 Euro pro Aktie gefallen war, wurde der Handel mit dem Wertpapier ausgesetzt. Als dann auch noch die deutsche Thomas-Cook-Tochter Insolvenz angemeldet hat, ist deutlich geworden, dass sich das Unternehmen nicht mehr aufrichten wird. Das bedeutet das Ende für den Tourismuskonzern und eine Umgestaltung der Wettbewerbslandschaft im Kampf um die Kunden im Bereich Urlaub.

Nach Insolvenz von Thomas Cook: Was ändert sich bei den Reiseanbietern?

Die Insolvenz des Tourismus-Riesens hat für Kunden und Urlauber wahrscheinlich direkt spürbare Konsequenzen. Mit einem Gegner weniger im Urlaubs-Geschäft ist auch der Konkurrenzdruck wesentlich geringer. Infolge dessen könnten die Preise ansteigen und die Qualität der Leistung sinken. Woran das liegt, erklärt der Börsen-Beobachter Stephan Heibel im "Bild"-Interview.

Bevor "Thomas Cook" als Konkurrent wegbrach, gab es zwischen den großen Reise-Anbietern, die in Europa aktiv sind, einen regen Konkurrenzkampf. Da weniger Passagiere vorhanden waren als Flugzeuge, wollte jeder Anbieter die beste Qualität zum geringsten Preis anbieten. Doch all das ändert sich, wenn ein großer Konkurrent wegen zum Beispiel einer Pleite wegbricht.

Lesen Sie auch, welche Konsequenzen das Klimapaket für die Deutschen bringt.

Mit diesen Veränderungen müssen Urlauber nach der Thomas-Cook-Pleite rechnen

Wenn der Druck für die verbleibenden Anbieter sinkt, sind in der Regel steigende Preise und nachlassende Qualität im Flugzeug zu erwarten. Ohne den Konkurrenten gibt es keinen Grund, die künstlich niedrigen Preise auf den beliebten innereuropäischen Routen wie Frankfurt nach Madrid oder London nach Berlin aufrecht zu erhalten. Jedoch müssen die Anbieter aufpassen, dass sie die Kunden nicht mit großen Preissprüngen zu den verbleibenden Konkurrenten treiben.

Auch die Kunden von "Thomas Cook", die weiterhin fliegen werden, brauchen einen neuen Anbieter. Zu schnelle Änderungen am Preis könnten auch diese Leute und ihr Geld eher in die Arme der Konkurrenz treiben. Urlauber und Vielflieger können sich also darauf einstellen, dass es in naher Zukunft abgesehen von den Maßnahmen, die das Klimapaket vorsieht, keine großen Preissteigerungen geben wird.

Lesen Sie hier alle über die Pauschalurlaub-Abzocke und mit welchen Methoden die Reiseanbieter betrügen.

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luj/news.de

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