22.08.2019, 20.22 Uhr

Datenleck bei Mastercard aktuell: Kreditkartendaten von Hackern gestohlen! Sind Sie betroffen?

Mastercard meldete, dass eine Liste mit Kartennummern im Internet aufgetaucht ist. Die Firma merkte an, dass das Leck bei einem Drittanbieter aufgetreten war. Lesen Sie hier, wie Sie erfahren, ob Sie auch betroffen sind.

Bei Mastercard sind Kreditkarten-Daten ins Internet gekommen. Bild: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa

Bei dem Datenleck im Mastercard-Bonusprogramm "Priceless Specials" sind auch Listen mit vollständigen Kartennummern von Zahlungskarten in Umlauf gelangt. Mastercard teilte Kunden am Donnerstag mit, dass "möglicherweise" auch ihre Zahlungskartennummer betroffen sei, mit der sie sich bei dem Programm angemeldet hatten. In ersten bekanntgewordenen Listen waren die Nummern noch bis auf die letzten vier und ersten zwei Ziffern unkenntlich.

Nicht alle Daten für eine Zahlung in der Liste enthalten

Immerhin waren das dazugehörige Ablaufdatum und die Prüfnummer auf der Rückseite der Karte nicht Teil des Datenlecks. Damit können die geleakten Kartennummern nicht direkt für Einkäufe im Internet verwendet werden, weil dabei mindestens auch das Ablaufdatum abgefragt wird. Nach bisherigem Kenntnisstand wurden die beidem Zusatzinformationen nicht bei der "Priceless"-Anmeldung erhoben und sollten in der Datenbank gar nicht erst enthalten sein.

Mastercard verwies darauf, dass ein Dienstleister, der das Bonusprogramm betrieb, "einen Sicherheitsvorfall erlitten" habe. Es gebe dabei keine Verbindung zum Zahlungsnetzwerk von Mastercard. Dabei gingen über 10.000 Datensätze verloren. Diese enthalten den vollständigen Namen, E-Mail-Adressen, Handynummer und Postanschrift und andere Daten.

Cyber-Gefahr trotzdem nicht gebannt

Es besteht aber weiter die Gefahr, dass Online-Kriminelle mit den in Umlauf gelangten Informationen wie E-Mail, Geburtsdatum, Handy-Nummer oder Anschrift fingierte E-Mails verschicken können, um zum Beispiel an ihre Passwörter zu kommen. Zusammen mit anderen Datensätzen, die anderen großen Firmen verloren gegangen sind, ist es Kriminellen außerdem möglich, online verbindliche Geschäfte auf fremden Namen abzuschließen.

Nach Informationen aus Branchenkreisen teilte Mastercard den ausgebenden Banken bereits mit, dass der Konzern die Kosten übernehmen werde, wenn Kunden nach dem Datenleck ihre Karten umtauschen wollen. Von Datenschutz kann da trotzdem kaum die Rede sein.

Sich vor Schäden schützen

Was passiert, wenn solche Datensätze finanzielle Schäden bei den Betroffenen verursachen, musste bisher noch nicht geklärt werden. Da aber Daten wie Namen und Geburtsdatum nicht ohne Weiteres zu ändern sind, steigt das Risiko mit jeder online verfügbaren Information zu einer Person.

Wenn Sie überprüfen wollen, ob ihre Daten bei einem Hack oder Leak Kriminellen in die Hände gefallen sind, können sie hier einen Check laufen lassen.

luj/bua/news.de/dpa

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