18.07.2019, 13.17 Uhr

Stiftung Warentest im August 2019: Krankenkassen im Vergleich! Welcher Wechsel lohnt sich?

Wem spezielle Leistungen wichtig sind, der sollte Krankenkassen vergleichen. Ein Wechsel kann die gewünschten Extras bringen und gleichzeitig Geld sparen. Die günstigsten Krankenkassen im Überblick.

Bei welcher Krankenkasse spart man und bekommt zugleich die meisten Leistungen. Bild: AdobeStock / Setareh

Geld sparen und trotzdem die gewünschten Extra-Leistungen erhalten: Mit einem genauen Blick auf die Konditionen der einzelnen Krankenkassen ist das durchaus drin. Die Stiftung Warentest hat insgesamt 75 Kassen genauer unter die Lupe genommen, darunter auch einige regionale Anbieter. Das Ergebnis: Sinkende Beiträge mit mehr Zusatzleistungen.

Stiftung Warentest im August 2019: Krankenversicherungen im Beitrags-Check

Geld sparen Arbeitnehmer bei der Krankenversicherung seit Anfang 2019 ohnehin. Denn seitdem zahlt der Arbeitgeber nicht nur die Hälfte des regulären Beitragssatzes, sondern auch die Hälfte des kassenspezifischen Zusatzbeitrags. Der ist allerdings nicht bei jeder Kasse gleich hoch. Die Experten der Stiftung Warentest raten daher zum Vergleich. Außerdem haben bereits 28 gesetzliche Kassen in diesem Jahr ihre Beiträge gesenkt, wie die Stiftung Warentest in der August-Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" berichtet.

Auch beim digitalen Service hat sich seit dem Vorjahr einiges geändert: Im Vergleich zum Test von 2018 bieten nun 60 statt 41 Kassen eine Online-Geschäftsstelle an, so die Prüfer. So lassen sich beispielsweise Rechnungen und Krankschreibungen digital hochladen.

DAS sind die günstigsten Krankenkassen

Die Krankenkassen mit den niedrigsten Beiträgen sind laut Stiftung Warentest:

  • hkk mit 14,99 Prozent, Zusatzbeitrag 0,39 Prozent
  • BKK Firmus mit 15,04 Prozent, Zusatzbeitrag0,44 Prozent
  • BKK VerbundPlus mit 15,1 Prozent, Zusatzbeitrag 0,5 Prozent
  • IKK Gesund Plus mit 15,2 Prozent, Zusatzbeitrag 0,6 Prozent
  • Techniker Krankenkasse mit 15,3 Prozent, Zusatzbeitrag 0,7 Prozent
  • Audi BKK mit 15,3 Prozent, Zusatzbeitrag 0,7 Prozent
  • Salus BKK mit 15,39 Prozent, Zusatzbeitrag 0,79 Prozent
  • Debeka BKK mit 15,4Prozent, Zusatzbeitrag 0,8Prozent
  • R + V BKK mit 15,5Prozent, Zusatzbeitrag 0,9Prozent
  • WMF BKK mit 15,5 Prozent, Zusatzbeitrag 0,9 Prozent

Einige regionale Krankenkassen sind noch deutlich günstiger. Doch die Mitgliedschaft in einer GKV sollte man nicht vom Beitrag abhängig machen.

Zahnreinigung, künstliche Befruchtung und Homöopathie: Zusatzleistungen der Krankenkassen im Vergleich

Die gesetzlich geregelten Leistungen zahlen alle Kassen - geht es darüber hinaus, zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Wer auf Methoden wie Osteopathie setzt, kann bei ärztlicher Verordnung von einigen Versicherungen einen Zuschuss erhalten. Andere Kassen zahlen dafür nicht, wohl aber für andere Leistungen - wie professionelle Zahnreinigung oder alternative Medizin.

Große Abweichungen gibt es darüber hinaus insbesondere bei der Zahnvorsorge für Kinder und Jugendliche sowie bei der Kostenübernahme für künstliche Befruchtungen. Die Warentester raten dazu, genau zu prüfen, welche Kasse zu welchen Konditionen die gewünschten Leistungen anbietet.

Wechsel der Krankenversicherung - Leistungen checken

Vor einem Wechsel sollte man auf alle Fälle klären, ob bereits in Anspruch genommene Leistungen, etwa eine angefangene Behandlung, auch von der neuen Krankenkasse übernommen werden. Das sei nämlich nicht automatisch der Fall, so die Prüfer.

Wer Hilfsmittel wie einen Rollstuhl von seiner Krankenkasse gestellt bekommt, sollte vorher fragen, ob dieser zurückgegeben werden muss und in welcher Form es Ersatz gibt. Auch bei Medikamenten kann es sein, dass man auf ein anderes, gleichwertiges Produkt umsteigen muss.

Gut zu wissen: Ist man bei einem regionalen Anbieter versichert, darf man auch Mitglied bleiben, wenn man aus dem abgedeckten Gebiet wegzieht.

Den kompletten-Vergleich der Krankenkassen finden Sie hier.

bua/sba/news.de/dpa

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