04.03.2019, 09.00 Uhr

Mehr als 200.000 Euro Unterschied: So viel verdient ein Krankenkassenchef

Eigentlich sind gesetzliche Krankenkassen dazu verpflichtet, Jahresgehälter und Prämien offenzulegen. Doch nicht jede Krankenversicherung kommt dieser Pflicht nach. Wollen die Krankenkassen etwa üppige Zahlungen verschleiern? Nach einem Brandbrief der Aufsichtsbehörde legten die GKV nun nach.

Die Krankenkassen mussten nun die Gehälter ihrer Bosse offenlegen. Bild: dpa

Krankenkassen sind gesetzlich dazu aufgefordert, Gehälter und Prämien von Vorständen offenzulegen. Wie die "Bild" schreibt, hat das Bundesversicherungsamt den Krankenversicherungen nun in einem Brandbrief vorgeworfen, gegen diese Pflicht zu verstoßen. Wollten die Krankenkassen die Prämien verschleiern? Immerhin fallen diese nicht gerade niedrig aus.

Nach Brandbrief! Krankenkassen legen Jahresgehälter der Bosse offen

Nun mussten Krankenkassen, die keine konkreten oder vollständigen Angaben zu Prämien oder auch Dienstwagennutzung gemacht haben, die fehlenden Infos nachreichen. Das höchste Jahresgehalt zahlte übrigens die Techniker. Satte 333.717 Euro gab's, dafür jedoch keine Bonuszahlung. Die höchste Prämie zahlte die AOK Baden-Württemberg. Die sparsamen Schwaben zahlten 60.000 Euro zusätzlich zum Jahresgehalt von 200.000 Euro. Bei der Salus BKK gab's 59.627 Euro (Jahresgehalt: 162.504 Euro) und bei der AOK Nordost 55.000 Euro (Jahresgehalt: 196.329 Euro).

200.000 Euro Gehaltsunterschied pro Jahr

Jedoch sind die Gehaltsunterschiede enorm. Laut "Bild"-Zeitung verdiente der Chef der Thüringer Betriebskrankenkasse (TBK) lediglich 120.000 Euro. Das macht im Vergleich zum Höchstverdiener einen Unterschied von mehr als 200.000 Euro.

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bua/loc/news.de

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