21.12.2018, 15.12 Uhr

Real-Streik vor Weihnachten: DIESE Supermarkt-Filialen sind vom Streik betroffen

Der Streit um den Tarifvertrag bei der Supermarktkette Real geht weiter. Nach einem Streikaufruf von Verdi sind kurz vor Weihnachten am Freitag und Samstag einige Filialen betroffen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Streik kurz vor Weihnachten: Real-Filialen in Braunschweig, Goslar und Helmstedt am Freitag und Samstag betroffen. Bild: dpa/Monika Skolimowska

Der Streit um den Tarifvertrag bei der Supermarktkette Real geht weiter - und das ausgerechnet kurz vor Weihnachten. Nach einem Streikaufruf von Verdi machen Mitarbeiter mehrere Filialen in Niedersachsen ihrem Ärger lautstark Luft.

Supermarkt-Streik vor Weihnachten: Diese Real-Filialen sind am 21./22.12.18 betroffen

Demnach bestreikt die Gewerkschaft Verdi am Freitag und Samstag vor Weihnachten Real-Märkte in Braunschweig, Goslar und Helmstedt. Das berichtet die"Hannoversche Allgemeine Zeitung". Kunden können jedoch aufatmen. Der Betrieb sei laut Unternehmen nicht betroffen. Filialen werden nicht geschlossen und haben geöffnet.

Der Grund für den Supermarkt-Streik: Mitarbeiter fordern von der Handelskette eine Rückkehr in den Verdi-Flächentarifvertrag. Real lehnte die Forderungen bislang als unrealistisch ab. Nun wollen die Beschäftigten das Weihnachtsgeschäft nutzen, um die Kunden auf ihre Situation aufmerksam zu machen, heißt es auf "HAZ.de". Noch am Vormittag ist eine Kundgebung in Braunschweig auf den Schlossplatz geplant.

Streit um Tarifvertrag: Real-Mitarbeiter fordern Rückkehr in Verdi-Flächentarifvertrag

Bereits im November hatten Tausende Mitarbeiter der Supermarktkette Real nach einem Verdi-Streikaufruf bundesweit ihre Arbeit niedergelegt.Mit Trillerpfeifen und Tröten protestierten in Düsseldorf bei einer Streikversammlung laut Verdi mehr als 3.000 Mitarbeiter aus ganz Deutschland vor der Zentrale des Metro-Konzerns, zu dem Real gehört. "Real zum Schlachthof? Nicht mit uns", war auf einem Plastikschwein mit einem Beil im Rücken zu lesen. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nahm an der Kundgebung teil.

Angestellte streiken für mehrordentliche Löhne und Gehälter

Verdi-Chef Frank Bsirske kritisierte das Vorgehen von Real als "Programm der Lohnarmut". "Es ist eine Schande, Löhne auf einem solchen Niveau noch weiter Richtung Lohnarmut zu drücken", sagte er. Minister Heil sagte: "Es geht insgesamt im Handel darum, dass wir wieder mehr Tarifbindung brauchen. Nicht nur für ordentliche Löhne und Gehälter, sondern weil wir sonst auch den Wandel, der im Handel beispielsweise durch Digitalisierung stattfindet, nicht vernünftig und fair als Interessenausgleich organisieren können."

Wird Metro die Tochter Real verkaufen?

Die Unternehmensleitung hatte den Verdi-Flächentarifvertrag im Frühjahr verlassen und bezahlt seitdem neu eingestellte Mitarbeiter nach einem Tarifvertrag mit der Gewerkschaft DHV, der für das Unternehmen deutlich günstiger ist. Für zusätzliche Unruhe im Konzern sorgte zuletzt die Ankündigung der Metro, die Tochter Real verkaufen zu wollen.

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sba/bua/news.de/dpa

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