Kosten-Hammer: Strompreise sollen 2019 deutlich steigen

Der Energieverband BDEW rechnet im nächsten Jahr mit steigenden Strompreisen. Die Politik kann die Belastung für Verbraucher allerdings abwehren.

Im nächsten Jahr sollen die Strompreise kräftig steigen. Bild: dpa

Der Energieverband BDEW rechnet für die meisten Stromverbraucher in Deutschland im nächsten Jahr mit steigenden Strompreisen und fordert milliardenschwere Entlastungen. "Im EU-weiten Vergleich der Strompreise wird eines besonders deutlich: Der deutsche Staat bittet die Haushalte bei den Steuern, Abgaben und Umlagen über Maß zur Kasse", sagte der Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Stefan Kapferer, der Deutschen Presse-Agentur.

Steuern und Abgaben machen 54 Prozent des Strompreises aus

Beim Strompreis machten Steuern, Abgaben und Umlagen inzwischen 54 Prozent aus. Die Strompreise für private Haushalte seien in den vergangenen zehn Jahren vor allem dadurch deutlich gestiegen.

Kapferer sagte, Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) solle prüfen, den Satz bei der Stromsteuer massiv zu senken - und zwar auf das europarechtlich mögliche Minimum von 0,1 Cent. Dies würde laut Kapferer 5,5 Milliarden Euro kosten, sei aber angesichts der vollen staatlichen Kassen machbar und würde die Haushalte deutlich entlasten. Der Regelsteuersatz beträgt bei der Stromsteuer bisher 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Die Stromsteuer macht 7 Prozent des Strompreises aus, der Bund nimmt mit ihr pro Jahr rund 7 Milliarden Euro ein.

Lesen Sie auch: Verbraucher zahlen Millionen für Strom, den es gar nicht gibt.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bua/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser