Preis-Schock bei Brot und Backwaren: DESWEGEN müssen Sie beim Bäcker jetzt mehr zahlen!

Die Preise für Brot und Backwaren werden steigen - doch nicht unbedingt wegen der Dürre oder Ernteausfälle. Warum und ab wann die Getreideprodukte teurer werden, erfahren Sie hier.

Sie müssen sich schon bald auf höhere Preise für Brot und Backwaren einstellen. Bild: Rainer Jensen/dpa

Brot und andere Backwaren sollen etwas teurer werden. Die Bäckereibranche begründet das aber hauptsächlich nicht mit Ernteausfällen und drastisch gestiegenen Getreidepreisen.

Preise für Brot und Backwaren steigen wegen Lkw-Maut, Löhnen und Qualitätsstandards

Zu Buche schlagen würden dagegen vor allem Mehrkosten durch die Lkw-Maut, höhere Löhne sowie gestiegene Hygiene- und Qualitätsstandards: "Hier drückt der Schuh", sagte die Präsidentin des Verbandes Deutscher Großbäckereien, Ulrike Detmers, am Mittwoch in Frankfurt. Dies seien die wesentlichen Kostentreiber. Letztlich müssten aber die Betriebe über die Preise entscheiden.

Unter dem Strich müssten sich Verbraucher auf "tendenziell leicht steigende" Preise einstellen. Die gestiegenen Getreidepreise aufgrund des knapperen Angebots seien natürlich zu spüren, aber "nicht so krass", sagte Detmers.

Dürre, Ernteausfälle oder Getreidepreise nicht verantwortlich für teure Backwaren

Angesichts der extremen Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands und Europas haben die Bauern in diesem Jahr eine deutlich schlechtere Getreideernte eingefahren. Allein der Weizenpreis ist seit Oktober vergangenen Jahres um rund 28 Prozent gestiegen. Aus Sicht von Marktbeobachtern dürfte dies aber kein Auslöser für stark steigende Brotpreise sein. Denn der Rohstoffpreis mache nur einen geringen Anteil am Preis für Brot oder Brötchen aus. Höhere Rohstoffkosten könnten daher keine Begründung sein, argumentierten Experten.

Preis-Schock beim Bäcker kann schon Ende 2018 kommen

Nach Darstellung von Verbands-Hauptgeschäftsführer Armin Juncker könnten sich die höheren Kosten voraussichtlich schon gegen Ende dieses Jahres bemerkbar machen. Dann würden die neuen Lieferverträge mit den Mühlen abgeschlossen. Die Mühlenwirtschaft fordere einen Aufschlag zwischen 25 und 30 Prozent: "Da muss man abwarten, wie die Verhandlungen tatsächlich laufen. Das wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird." Der trockene Sommer habe nicht nur die Erntemengen gedrückt, sondern die Qualität sei auch schlechter.

Passend zum Thema: Auch die Preise für Obst und Gemüse verändern sich.

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scs/sba/news.de/dpa

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