Trockenheit in Deutschland: Waldbrände und Ernteausfälle! SO dramatisch ist der Mega-Sommer

Der ausbleibende Regen in großen Teilen Deutschlands sorgt für eine dramatische Situation. Vielerorts wurde sogar die höchste Waldbrandgefahrenstufe erreicht. Bauern müssen die Ernte vorziehen und das Trinkwasser wird knapp.

Ein Waldbrand im Weimarer Land ist auf einer Aufnahme aus einem Polizeihubschrauber zu sehen. Die lang anhaltende Hitze hat die Waldbrandgefahr in Thüringen deutlich ansteigen lassen. Bild: dpa

Der Mega-Sommer treibt die Deutschen nicht nur ins kühle Nass, sondern auch an den Rand der Verzweiflung. Die anhaltende Trockenheit macht nicht nur Kleingärtnern Sorgen, sondern auch der Natur und den Landwirten.

Trinkwasserversorgung wird knapp - Bürger sollten sparsam sein

Man mag es kaum glauben, aber an manchen Orten in Deutschland kommt es wegen des ausbleibenden Regens zu Engpässen bei der Trinkwasserversorgung. Der Wasserverband Südharz hat nun sogar die Verwendung von Trinkwasser beschränkt. Es ist untersagt Flächen zu bewässern, Autos zu waschen und Schwimmbecken zu füllen. Auch die Feuerwehr darf keine Übungen durchführen, bei denen auf das Trinkwassernetz zugegriffen werden muss. Bürger sind dazu aufgerufen, den Wasserverbrauch so gering wie möglich zu halten, heißt es auf der Webseite des Wasserverbandes.

Höchste Alarmstufe! Waldbrandgefahr extrem hoch

Auch die Waldbrandgefahr ist vielerorts enorm angestiegen. Nur in Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz sowie Teilen Bayerns gibt es keine Gefährdung. In Brandenburg herrscht laut Deutschem Wetterdienst aktuell die höchste Gefahrenstufe. Um einen Waldbrand zu verhindern, soll kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen entfacht werden. Auch sollten kein Glas oder Glasscherben im Wald liegen gelassen werden. Auch Rauchen sollte dringend unterlassen werden.

In Storkow im Oderland brannten am Mittwoch 100 Hektar Wald und Feld ab. Wie das Umweltministerium mitteilt, kommt es außerdem bei Erntearbeiten zu Bränden, die schnell auf Wälder übergreifen können. Daher sollte alles unterlassen werden, was zu einen Brand führen kann.

Ernteausfälle wegen Mega-Sommer

Allerdings beginnt aufgrund der trockenen Wetterlage die Erntesaison in diesem Jahr deutlich früher. Der Deutsche Bauerverband zieht eine erste düstere Bilanz. In der Agrargenossenschaft Trebbin (Teltow-Fläming) in Brandenburg will Bauernpräsident Joachim Rukwied berichten, wie die Lage derzeit ist. Erste Zahlen und Prognosen zur weiteren Entwicklung nach dem Start der Noternte vor zwei Wochen liegen nun vor.

Es wird befürchtet, dass infolge des vielerorts mangelnden Regens mittlerweile sogar die Existenz von Betrieben durch Ertragsausfälle bedroht ist. Die Agrar-Staatssekretäre der Länder haben auf einer Sondersitzung das Bundeslandwirtschaftsministerium aufgefordert, Hilfen für geschädigte Bauern auf Bundes- und EU-Ebene zu prüfen. In Brandenburg steht Getreide auf etwa einer Million Hektar Ackerfläche. Die Hauptsorten sind Weizen, Roggen und Gerste.

Ernteausfälle bei Getreide sind für Landwirte existenzbedrohend

Das Ernteergebnis von Getreide wird laut Bauernverband mit 42 Millionen Tonnen unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von knapp 48 Millionen Tonnen liegen. Wegen des schwierigen Wetters vor allem im Norden und Osten Deutschlands mit zu viel Hitze und zu wenig Regen gab es einen außergewöhnlich frühen Erntebeginn. Die Körner seien nicht ausreichend ausgereift. Teilweise sei die Ernte gar nicht eingeholt, sondern gleich gehäckselt worden, hieß es. In Deutschland wird Getreide auf 6,25 Millionen Hektar angebaut.

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bua/fka/news.de/dpa

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