Boykott von Nestlé: Maggi, KitKat und Co.: Edeka schmeißt DIESE Produkte raus

Der größte deutsche Lebensmittelhändler Edeka legt sich mit dem weltgrößten Nahrungsmittelhersteller Nestlé an. Um bessere Einkaufspreise zu erzielen, schmeißt Edeka gezielt Nestlé-Markenprodukte aus den Regalen.

Edeka verbannt Nestlé-Produkte aus den Regalen. Bild: dpa

Eine schwächere Nachfrage hat den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé zum Jahresende 2017 stark gebremst. In den USA verkauften sich Süßwaren und Eiscreme schlecht, in Brasilien machte dem Unternehmen der Preisdruck bei Milchprodukten zu schaffen. Da darüber hinaus das Geschäft mit der medizinischen Hautpflege schwächelt, mussten Wertberichtigungen in Milliardenhöhe vorgenommen werden, wie der Konzern vergangene Woche bei seiner Jahresbilanz einräumte.

Schlechtes Jahr für Nestlé - Nahrungsmittelriese schwächelt

Insgesamt ging der Gewinn unterm Strich um 15,8 Prozent auf 7,2 Milliarden Franken (6,2 Mrd Euro) zurück. Der Umsatz von Nestlé betrug 89,8 Milliarden Franken (77,8 Mrd Euro). Dies war kaum mehr als im Vorjahr.

Diese Nestlé-Produkte schmeißt Edeka raus

Doch damit nicht genug: Zusätzlichen Gegenwind erhält das Unternehmen nun vom größten deutschen Lebensmittelhändler Edeka. In den Märkten wurden laut "Welt" ganze 160 Produkte von deren Listen gestrichen. Beliebte Nestlé-Produkte wie Nespresso, KitKat, Maggi und Vittel, aber auch Pflegeprodukte wie Bübchen sind dann nicht mehr bei Edeka erhältlich. Wie das "Manager-Magazin" schreibt, werden die betroffenen Waren "in den nächsten Tagen Stück für Stück aus den Regalen fliegen".

Edeka boykottiertNestlé für bessere Einkaufspreise

Weder Edeka nochNestlé haben aktuell Stellung zu der derzeitigen Situation genommen. Edeka will mit dem Boykott bessere Einkaufspreise erzielen, um marktfähig gegenüber Discountern wie Lidl und Aldi zu bleiben. Diese nehmen neuerdings immer mehr Markenprodukte ins Sortiment auf, um auch zahlungskräftigere Kundschaft anzusprechen.

Laut einem Bericht der "Lebensmittelzeitung" gewährt Nestlé anderen Einkaufskooperationen bessere Preise, die Edeka nun auch für sich heraushandeln will. Dabei steht Edeka nicht allein da, da es zusammen mit anderen Händlern des Händlerbündnisses Agecore agiert. "Schätzungen zufolge erzielt Nestlé über die Läden des "Agecore"-Bündnisses 10 Prozent seines Europa-Umsatzes", weiß das "Manager-Magazin".

Satte Rabatte für Edeka-Kunden dank Nestlé-Boykott

Ob sich der Boykott letztendlich für Edeka und die anderen Händler auszahlt, wird sich zeigen müssen. Für den Verbraucher bedeutet der Preiskampf zunächst einmal satte Rabatte. Um die Produkte "loszuwerden", werden laut "Welt" die Preise reduziert.

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fka/kns/news.de/dpa

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