Shitstorm für Einzelhändler: Real bietet Wehrmachtsartikel im Online-Shop an

Die Einzelhandelskette Real löste am Wochenende einen Proteststurm aus, nachdem Kunden im Online-Shop Wehrmachtsartikel gefunden hatten. Das Unternehmen reagierte sofort und weist alle Schuld von sich.

Real kassierte für Wehrmachtsartikel in seinem Online-Shop einen Sturm der Entrüstung. Bild: Oliver Berg/dpa

Die Supermarktkette Real sorgt momentan für Aufsehen. Nutzer fanden im Webshop des Unternehmens Artikel, die die Wehrmacht glorifizieren. Obwohl der Händler sofort reagierte, droht nun eine Strafanzeige.

Real verkauft Wehrmachtsartikel im Internet

Laut einem Bericht von "Der Westen" stieß ein Twitter-Nutzer zufällig auf das Angebot, als er im Internet nach "Tropenhelmen" suchte. So landete er im Online-Shop von Real, wo eine Reproduktion eines Wehrmachtshelmes mit dem Abzeichen des Dritten Reiches zum Kauf angeboten wurde. Später griff der Satiriker Jan Böhmermann den Tweet auf, was dazu führte, das noch mehr Kunden auf das Angebot aufmerksam wurden. Sie entdeckten noch weitere Wehrmachts-Devotionalien wie Uniformen, Gürtel oder ein Kochbuch der Wehrmacht.

Grünen-Politiker Hansen kündigt Strafanzeige gegen Real an

Obwohl viele der Artikel zumindest nach dem Gesetz nach legal verkauft werden können, sieht der bayrische Grünen-Politiker Sebastian Hansen zumindest bei einem "Bügelbild Totenkopf mit Stahlhelm" den Tatbestand der Volksverhetzung als erfüllt an. Am Montag kündigte er laut "Der Westen" eine entsprechende Anzeige an.

Real distanziert sich von Wehrmachtsartikeln

Inzwischen hat Real einen Großteil der beanstandeten Produkte aus dem Shop entfernt. In einer Stellungnahme distanzierte sich das Unternehmen vom Angebot und Verkauf dieser Artikel und arbeite laut eigener Aussage "mit Hochdruck daran, weitere potenzielle Artikel dieser Art von Drittanbietern zu identifizieren, um diese ebenfalls aus dem Angebot zu entfernen." Genauso wie schon Amazon stellt Real seinen Webshop auch Drittanbietern zur Verfügung. Auch dort gab es deshalb bereits ähnliche Probleme.

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jat/gea/news.de

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