24.10.2017, 09.55 Uhr

AGB-Änderungen 2018: Das ändert sich bald für IHR Bankkonto

Bankkunden in ganz Europa müssen sich auf neue AGBs einstellen: Ab Januar 2018 gelten neue Regeln für Konten. Auch die Haftungsbeschränkungen für Kontoinhaber werden überarbeitet - alle Einzelheiten dazu lesen Sie hier.

Kunden haften ab Januar 2018 bei Verlust der Kreditkarte nur noch mit 50 Euro. Bild: Andrea Warnecke / picture alliance / dpa

Bankkunden in Deutschland und ganz Europa müssen sich auf Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen einstellen.Die Änderungen sind Teil europaweit einheitlicher Regeln für den Zahlungsverkehr, die ab dem 13. Januar 2018 auch in Deutschland gelten und den Bankkunden dieser Tage auf dem Postweg zugestellt werden.

Neue Haftungsgrenze bei Kartenmissbrauch ab Januar 2018

Eine Neuerung betrifft beispielsweise die Haftungsgrenze bei Missbrauch von Kreditkarten oder Online-Banking. Bei einem Missbrauch der Bank- oder Kreditkarte haften Kunden ab Januar 2018 nur noch mit einem Betrag von 50 Euro. Dies gilt, wenn sie die Karte oder ihr Online-Konto nicht gesperrt haben.

Derzeit liegt die Haftungsgrenze für entstandene Schäden noch bei 150 Euro, erklärt der Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Eine Ausnahme gibt es jedoch bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz. Hier haften Kunden auch künftig weiterhin unbeschränkt.

Aktualisierte AGBs für Bankkunden zu geblockten Zahlungen

Auch bei geblockten Transaktionen mit Kredit- oder Bankkarte greifen künftig neue Regelungen. Hotels oder Autovermietungen reservieren bei Buchung oft einen bestimmten Betrag auf dem Kartenkonto des Kunden. Ab dem kommenden Jahr muss der Karteninhaber dem vorher zustimmen. Erst dann darf die Bank diesen Betrag auf dem Konto vorübergehend sperren.

Schließlich werden die Transaktionen mit Drittanbietern durch die neuen AGBs vereinfacht. Bankkunden haben ab 2018 die Möglichkeit, Dritte über Apps oder ähnliche Wege zum Abruf von Kontoinformationen oder zur Durchführung von Zahlungen zu befähigen. Die der Bankenaufsicht unterliegenden Drittanbieter dürfen demnach auch PIN und TANs der Bankkunden abfragen.

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loc/news.de/dpa

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