Bundesagentur für Arbeit: Fast 2 Millionen Ausländer leben von Hartz IV

Laut der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer, die Hartz IV beziehen, weiter gestiegen. Mittlerweile leben fast zwei Millionen Menschen von ALG2.

Die Zahl der ausländischen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland ist weiter gestiegen. Bild: Uwe Anspach/dpa

Die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer, die finanzielle Unterstützung durch Hartz IV erhalten, ist in diesem Jahr weiter gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor.

ALG2: Fast 2 Millionen Ausländer beziehen Hartz IV

Wie die "Bild" unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtet, gab es im Juni 2017 1.997.515 ausländische Hartz-IV-Empfänger in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um 25,6 Prozent, sodass mittlerweile fast zwei Millionen Ausländer ALG2 beziehen. Darunter seien rund 1,5 Millionen Erwerbsfähige und über 500.000 Nicht-Erwerbsfähige.

Großteil der ausländischen Hartz-IV-Empfänger aus Syrien

Mehr als ein Viertel der Ausländer, die in Deutschland Hartz IV beziehen, stamme demnach aus Syrien. Der Großteil sind dabei Menschen, die durch die Flüchtlingskrise ins Land gekommen sind und nach Klärung ihres Aufenthaltsstatus erstmals in der ALG2-Statistik auftauchen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr stieg ihre Zahl laut "Bild" um 93 Prozent. Auf Platz 2 liegen Türken (rund 270.000) und Iraker (circa 130.000). Generell wird es für ALG2-Empfänger immer schwerer, wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen: Im Schnitt sind Hartz-IV-Empfänger in Deutschland 629 Tage arbeitslos, bis sie eine neue Stelle finden.

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jat/bua/news.de

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