WhatsApp-Gebühren!: Für SIE wird der Messenger-Dienst künftig kostenpflichtig

Rund 22 Milliarden Dollar hat sich Facebook den Kauf von WhatsApp kosten lassen. Jetzt werden Pläne für ein Geschäftsmodell für den Messenger konkreter. So soll der Messenger für einige künftig kostenpflichtig werden.

Für Unternehmen könnte der Nachrichtendienst WhatsApp künftig kostenpflichtig werden. Bild: dpa

WhatsApp will von Unternehmen künftig Geld verlangen, wenn sie Facebooks Kurzmitteilungsdienst für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen. Das sagte der für das operative Geschäft zuständige WhatsApp-Manager Matt Idema dem "Wall Street Journal". Das wäre eine Abkehr von Facebooks typischem Geschäftsmodell, seine Dienste über Werbung zu finanzieren. WhatsApp-Mitgründer Jan Koum hatte auch nach der Übernahme durch Facebook stets betont, dass der Service werbefrei bleiben solle. WhatsApp hat mehr als eine Milliarde Nutzer.

WhatsApp will Unternehmen zur Kasse bitten

"Wir wollen eine Grundlage dafür schaffen, damit Menschen Unternehmen Kurzmitteilungen schicken können und die Antworten, die sie wollen, bekommen", sagte Idema der Zeitung. "Wir haben vor, dafür von Unternehmen in der Zukunft Geld zu verlangen." Bisher wurden Firmen probeweise kostenlose Werkzeuge für den Kontakt zu Kunden angeboten. An dem Test nahm unter anderem die Fluggesellschaft KLM teil.

Unternehmen sollen Kunden via Business-App informieren

Derzeit gehe es um eine kostenlose Business-App für kleine bis mittelgroße Unternehmen, und eine Unternehmenslösung für Großunternehmen mit globaler Kundschaft, wie zum Beispiel Fluggesellschaften, Onlinehandel und Banken, erklärte WhatsApp in einem Blogeintrag am Dienstag. "Unternehmen werden unsere Lösungen dazu nutzen können, um ihre Kunden über nützliche Informationen wie Flugzeiten, Lieferbestätigungen und andere Informationen zu benachrichtigen."

Nutzer können Unternehmen blockieren

Wenn Nutzer nicht möchten, dass sie von einem bestimmten Unternehmen kontaktiert werden, könnten sie es blockieren, hieß es. Erkennen kann man die Firmen mit verifizierter Telefonnummer an einem Siegel mit einem weißen Häkchen auf grünem Hintergrund. Die Chats mit den Firmen seien wie die restliche WhatsApp-Kommunikation Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Automatisierte Chatbots sollen etabliert werden

Das Online-Netzwerk bietet bei seinem zweiten Kurzmitteilungsdienst, dem Facebook Messenger, ebenfalls die Möglichkeit für Unternehmen, mit ihren Kunden zu kommunizieren. Dort soll das Geld aber mit Werbung verdient werden. Messenger-Chef David Marcus will außerdem automatisierte Chatbots für den Kundendienst auf der Plattform etablieren.

Facebook hatte WhatsApp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden Dollar übernommen. Zuletzt gab es Kontroversen mit Datenschützern über einen Austausch von Nutzerdaten zwischen WhatsApp und Facebook, in Europa liegen die Pläne auf Eis.

Lesen Sie auch: Mit DIESEN 5 Tricks nutzen Sie den Messenger richtig.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sba/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Empfehlungen für den news.de-Leser