Butter wird teurer
Teuer wie nie! Butter-Preis steigt auf Rekordhoch

Fertigprodukte werden immer beliebter. Ob Pizza, Coffee to go oder Tiefkühltorte - in vielen Lebensmitteln stecken Milchprodukte. Das treibt die Preise, auch bei der Butter.

Butter ist so teuer wie noch nie. Bild: Jens Büttner/dpa

Butter ist so teuer wie noch nie:Die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd haben Anfang des Monats den Preis für Deutsche Markenbutter in der untersten Preislage erneut kräftig auf aktuell 1,49 Euro je 250-Gramm-Stück angehoben.

"Billig-Butter" gar nicht billig

Nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat der Preis von Billig-Butter damit eine neue Rekordhöhe erreicht. Nach Daten des Marktforschungsunternehmens GfK hat sich der Butterpreis in diesem Segment innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt. Die Landwirte dringen nach der schweren Milchmarktkrise darauf, dass ihre Erlöse weiter spürbar steigen.

Butter-Preis bei Aldi teurer - Weitere Discounter werden nachziehen

An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die Supermarkt-Riesen. Erst Anfang Mai hatten Aldi Nord und Aldi Süd den Preis für ihre Billig-Butter um 10 Cent beziehungsweise 8,4 Prozent auf 1,29 Euro je 250 Gramm angehoben. Anfang Juni wurde bei den beiden Discountern die Butter nun um weitere 20 Cent je 250-Gramm-Stück teurer. Das entspricht einem Plus von 15,5 Prozent.

Eine Sprecherin von Aldi Nord bestätigte auf Anfrage die Preisanhebung, Aldi Süd äußerte sich hingegen nicht. Der Preis von 1,49 Euro je Stück Deutsche Markenbutter war aber auch dort am Regal und auf dem Kassenbon abzulesen.

Milchbauern in Krise

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter pochte angesichts der steigenden Preisentwicklung bei einer Reihe von Milchprodukten auf weitere Einkommensverbesserungen für die Landwirte: "Die Molkereien geben uns, was sie möchten, nicht was sie könnten", sagte ein Sprecher. Die Erlöse für Rohmilch seien zwar von gut 20 Cent je Kilogramm am Tiefpunkt der Krise inzwischen auf etwa 33 Cent je Kilogramm wieder gestiegen. "Um nachhaltig die Betriebe entwickeln zu können, brauchen wir eher 45 wie 40 Cent." In vielen Betrieben sei gegenwärtig an ein Abtragen der Kredite, die zum Überbrücken der Krise aufgenommen wurden, noch nicht zu denken.

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