Eklat um Aldis Preispolitik: 600g Fleisch für 1,99 Euro? Verbraucher erzürnt

Als Discounter gehören niedrige Preise zum Geschäftsmodell von Aldi. Doch ein Steak-Angebot sorgt für einen ordentlichen Eklat. Ein Verbraucher beschwert sich und erhält Rückendeckung von der Internetgemeinde.

Aldi Süd steht am Pranger. Bild: dpa

Was liegt bei diesem Traumwetter näher, als in gemütlicher Runde mit Freunden zu Grillen? Das könnte sich auch Facebook-Nutzer Dominik B. gedacht haben. Doch als er bei Aldi Süd ein Sonderangebot für Schweinenackensteaks entdeckt, traut er seinen Augen kaum. Denn der Discounter bietet 600 Gramm Fleisch für gerade einmal 1,99 Euro ein.

Aldis Preispolitik sorgt für Empörung

"Weniger als zwei Euro für mehr als ein halbes Kilo Fleisch. Wenn man die Marinade, die Plastikverpackung und die Tamponage, den Transport und die sonstigen Logistik- und Dienstleistungskosten aller am Produkt Beteiligten - vom Bauern, über den Schlachthof, bis hin zum Verkaufspersonal im Laden - abzieht und dann noch berücksichtigt, dass Ihr bei der ganzen Geschichte sicherlich nicht drauf legt, sondern am Ende auch noch eine Marge übrig bleibt, kann man sich in etwa ausrechnen, was bei Euch das Fleisch 'wert' ist, das am Ende auf dem Teller liegt", schreibt der Aldi-Kunde auf Facebook.

Beitrag geht viral, Facebook-User hetzen gegen Aldi

Für seinen Beitrag erhält Dominik B. breite Rückendeckung von der Netzgemeinde. Sein Post, erschienen am 17. Mai 2017, wurde inzwischen bereits mehr als 13.000 Mal geteilt, hat mehr als 2.500 Kommentare und rief über 42.000 Reaktionen hervor. Während viele Nutzer in die gleiche Kerbe schlagen und sich ebenfalls über Preispolitik und die verwerfliche Tierhaltung aufregen, gibt es auch andere, denen die Tiere vollkommen egal sind.

Das sagt Aldi Süd zu dem Post

Aldi Süd hat inzwischen, zehn Tage später, auf den Beitrag von Dominik B. reagiert. "Wir wissen, dass wir als einer der führenden Discounter die Aufgabe haben, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen – dies gilt nicht nur in Bezug auf Menschen und unsere Umwelt, sondern auch für den Umgang mit Tieren." Weshalb sich das Unternehmen mit der Initiative Tierwohl für "eine Förderung einer tierartgerechten und nachhaltigen Fleischerzeugung" einsetzt.

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fka/bua/news.de

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