Gegen Diesel-Abgase
Grüne schreiben Wutbrief an Angela Merkel

Die Grünen sind wütend - extrem wütend. Nun haben sie sogar einen Wutbrief an Angela Merkel geschrieben. Darin fordern sie die Bundeskanzlerin zum Handeln auf.

Eine Abgaswolke kommt aus dem Auspuff eines Autos. Die Grünen fordern Angela Merkel zum Handeln auf. Bild: picture alliance / Alexander Rüsche/dpa

Die schlechte Luftqualität in Städten, derentwegen die EU gegen Deutschland vorgehe, werfe "ein schlechtes Licht auf Ihre politische Durchsetzung des Gesundheitsschutzes in unserem Land", schrieben Grünen-Chef Cem Özdemir und Bundestags-Fraktionschef Anton Hofreiter in einem Brief, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Wir fordern Sie dringend auf, endlich für die Schadstoffentlastung in unseren Städten zu sorgen."

Nachrüsten von Dieselmotoren gefordert

Konkret soll sich die Kanzlerin aus Sicht der Grünen dafür einsetzen, dass die Kommunen mit einer blauen Plakette bestimmte Straßen für Autos mit hohem Stickoxid-Ausstoß sperren können. Stickoxide, oft NOx abgekürzt, stehen im Zentrum des Abgas-Skandals. Viele Diesel-Modelle stoßen auf der Straße ein Vielfaches dessen aus, was erlaubt ist. Weiter wollen die Grünen, dass Diesel mit den Abgasnormen Euro 5 und bei Bedarf auch Euro 6 rasch nachgerüstet werden und die Abgas-Tests für Euro 6 praxisnah gestaltet werden.

Dieselabgase gesundheitsschädigend

Neben der Gesundheitsgefahr habe die Frage eines saubereren Dieselmotors eine "industriepolitische Dimension", schreiben Özdemir und Hofreiter. Jobs im deutschen Automobilbau von Dieselfahrzeugen könnten bis zum Übergang in eine CO2-freie Mobilität nur erhalten werden, wenn die Diesel anspruchsvolle Grenzwerte einhielten.

Lesen Sie auch: Bundesamt fordert Tempo 30 als Standard in Städten.

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koj/news.de/dpa

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