Berliner Flughäfen: Streik bis Mittwoch verlängert! Rund 660 Flüge allein in Berlin gestrichen

Erst Ende vergangener Woche waren hunderte Flüge in Schönefeld und Tegel ausgefallen. Nun streiken rund 2.000 Beschäftigte des Bodenpersonals erneut. Die Gewerkschaft Verdi hat den Ausstand jetzt noch um einen Tag verlängert.

An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld fallen wegen des Verdi-Streiks fast 650 Flüge aus. Bild: Ralf Hirschberger/dpa

Reisende an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld müssen bis Mittwochmorgen mit Flugausfällen rechnen. Der am Montagmorgen begonne Streik des Bodenpersonals werde bis 5.00 Uhr am Mittwoch verlängert, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Am Montag wurden wegen des Ausstands fast alle Flüge von und nach Berlin gestrichen.

Verdi-Streik in Berlin: Fast 660 Flüge in Schönefeld und Tegel gestrichen

465 Abflüge in Tegel und 195 Abflüge in Schönefeld seien bereits am Montag bis 8.00 Uhr ausgefallen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg."Wir bitten alle Passagiere, sich vor Reisebeginn bei Ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu erkundigen."

Von dem Streik war auch die dreitägige Reise von Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) nach Moskau betroffen. Die Senatskanzlei musste Ersatzflüge über Dresden organisieren. Verdi-Streikleiter Enrico Rümker sagte am Montagmorgen, man warte nun auf ein Angebot der Arbeitgeber.

Auch Besucher der Internationalen Tourismus-Börse von Streik betroffen

Erst am Freitag waren Hunderte Flüge in Tegel und Schönefeld ausgefallen. Der Ausstand traf auch zahlreiche Besucher der am Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in der Hauptstadt, die am Sonntagabend endete. Wie schon bei früheren Streiks leiteten einige Fluglinien bestimmte Flüge um, etwa nach Dresden und Leipzig, deren Flughäfen jeweils rund 25 Landungen übernahmen.

Verdi fordert mehr Geld für Mitarbeiter des Bodenpersonals

Die Gewerkschaft fordert in dem Tarifkonflikt bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde für die Mitarbeiter des Bodenpersonals. Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - bei einer Laufzeit von drei Jahren. Das Gesamtvolumen betrage acht Prozent mehr Geld als im Moment ausgegeben werde, so ein Sprecher des Forum der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg. In diesem sind die an den Flughäfen tätigen Unternehmen organisiert. Nach Angaben von Verdi würde ein einfacher Beschäftigter auf dieser Grundlage pro Arbeitsstunde 27 Cent mehr erhalten.

FOTOS: Ärger am Flughafen Das müssen Sie bei einem Flugausfall beachten
zurück Weiter Ärger am Flughafen: Das müssen Sie bei einem Flugausfall beachten (Foto) Foto: NicoElNino / Shutterstock.com/spot on news Kamera

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

jat/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Empfehlungen für den news.de-Leser