31.12.2016, 18.00 Uhr

Verkaufsoffener Sonntag 01.01.2017: Shopping am Sonntag? An Neujahr klappt das leider nicht

Fans von verkaufsoffenen Sonntag müssen jetzt ganz stark sein. Auch wenn sich der 01.01.2017 zum Bummeln anbietet, müssen wir Sie leider enttäuschen. An Neujahr haben keine Geschäfte geöffnet. Wir verraten Ihnen, wie Sie dennoch shoppen können.

An Neujahr haben in Deutschland keine Geschäfte geöffnet. Bild: dpa

Feiertage unterliegen natürlich strengen Richtlinien wie Sonntage, wenn es um gesonderte Öffnungszeiten geht. Deshalb schränken die Ladenöffnungsgesetze der Bundesländer auch für Neujahr die Möglichkeiten zum entspannten Einkaufen sehr stark ein. Da Städte nur eine gewisse Anzahl im Jahr auch sonntags ihre Läden öffnen dürfen, sind verkaufsoffene Sonntage sowieso sehr selten. Fällt dann noch ein Feiertag auf diesen Sonntag, wird es richtig schwer.

Kein verkaufsoffener Sonntag an Neujahr, 01.01.2017

Da viele Städte besonders vor Weihnachten auch sonntags ihre Geschäfte öffnen, bleibt für den 01.01.17 kaum noch etwas übrig. Dabei würden viele Händler Kunden mit erweiterten Öffnungszeiten locken, denn die Konkurrenz schläft nicht! Online einkaufen, das geht sieben Tage die Woche. Nun nimmt der Handel einen neuen Anlauf, das zu ändern - nicht ohne Widerstand.

Handel fordert zehn verkaufsoffene Sonntage pro Jahr

Verbraucher in Deutschland sollen nach dem Willen des Einzelhandels an zehn Sonntagen im Jahr einkaufen können. "Wir schlagen vor: Bundesweit zehn verkaufsoffene Sonntage mit Öffnungszeiten von 13 bis 18 Uhr, ohne dass es dafür einen besonderen Anlass geben muss", sagte der Präsident des Handelsverbands Deutschland, Josef Sanktjohanser, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Notwendig sei eine bundeseinheitliche Regelung, um Standortnachteile zu vermeiden. Die Gewerkschaft Verdi lehnte den Vorstoß ab, während Karstadt am liebsten eine völlige Freigabe hätte.

Verstößt der verkaufsoffene Sonntag gegen ein Grundrecht?

Eine Verdi-Sprecherin nannte Sanktjohansers Vorschlag indiskutabel und verfassungswidrig. "Der arbeitsfreie Sonntag ist ein Grundrecht, das Beschäftigten zusteht." Ausgeweitete Öffnungszeiten verschlechterten der Erfahrung nach die Beschäftigungsbedingungen.

Ob und wie oft Geschäfte sonntags öffnen, entscheiden bislang die Länder. Die Kommunen legen die Termine fest. Die Spanne reicht von vier verkaufsoffenen Sonntagen wie etwa in Nordrhein-Westfalen bis acht wie in Berlin. Verdi betonte, die Unterschiede seien nicht in erster Linie auf die Regelungen an sich zurückzuführen. Vielmehr stehe die Auslegung durch die Behörden oft nicht mit der Rechtsprechung in Einklang.

Online-Anbieter an Sonntagen größte Konkurrenz für Geschäfte

Der stationäre Handel will auch länger öffnen, um mit Online-Anbietern mitzuhalten, die ihre Waren rund um die Uhr anbieten können, wie Karstadt-Chef Stephan Fanderl beim Deutschen Handelskongress in Berlin deutlich machte. Er will noch mehr verkaufsoffene Sonntage. "Zwölf offene Verkaufstage in der ganzen Republik wären ein guter Schritt in die generelle Sonntagsöffnung." Am Sonntag ließe sich der Wochen-Umsatz um zehn Prozent steigern.

Fanderl warnte, wenn jetzt nichts unternommen werde, werde in großem Maße Verkaufsfläche in den Innenstädten überflüssig. Zugleich gab er sich überzeugt. "Genauso wie es in 100 Jahren noch den Brief gibt, wird es in 100 Jahren noch Warenhäuser geben." Die Häuser hätten dann aber mehr Marktplatz-Charakter und müssten Begegnung, Zerstreuung und Inspiration bieten.

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VIDEO: Wer shoppt noch offline?

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grm/sam/news.de

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