Lufthansa-Streik im November 2016 aktuell: Lufthansa-Piloten: Es gibt kein Enddatum für den Streik

Am dritten Tag ist kein Ende des Pilotenstreiks bei der Lufthansa zu erkennen. Die Piloten verlangen von der Fluggesellschaft ein verbessertes Angebot. Für eine Schlichtung sehen sie kein Fundament. Ob Ihre Flüge betroffen sind und wo es zu Ausfällen kommt, lesen Sie hier.

Der Lufthansa-Streik geht heute in die zweite Runde. Bild: dpa

Am dritten Tag ihres Streiks erhöhen die Piloten den Druck auf die Lufthansa. Ein Ende des Arbeitskampfes sei nicht absehbar, erklärte der Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, am Freitag in Frankfurt. "Es gibt kein vorher festgelegtes Enddatum für den Streik", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

Piloten erhöhen Druck auf Lufthansa - Streikende nicht absehbar

Erklärtes Streikziel sei es, von der Lufthansa ein verhandlungsfähiges Angebot zu erhalten. Sobald dies vorliege, könne der am Mittwoch begonnene Arbeitskampf beendet werden. Dies sei Konsens unter den Gewerkschaftsmitgliedern. "Die Kollegen erwarten, dass wir die Lufthansa nicht mit Samthandschuhen anfassen."

Lufthansa-Streik aktuell: Auch am Freitag fallen erneut 830 Flüge aus

Am Freitag fallen wegen des Streiks erneut 830 Lufthansa-Flüge aus. Betroffen seien alle innerdeutschen und Europaflüge mit zusammen mehr als 100 000 Reisenden, teilte Lufthansa mit. Die Langstreckenflüge würden hingegen "nahezu planmäßig" starten. Vereinzelt könnten aber noch Verbindungen wegen des vorherigen Streiktages ausfallen. Flüge der Billigtöchter Eurowings und Germanwings sowie der Konzerngesellschaften AUA, Swiss, Brussels und Air Dolomiti würden nicht bestreikt.

Auch am Samstag wollen die Piloten streiken. Es seien alle Langstreckenverbindungen betroffen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen, hatte die Gewerkschaft am Donnerstagabend mitgeteilt. Lufthansa wollte bis zum Mittag erneut einen Sonderflugplan aufstellen. An den drei bisherigen Streiktagen waren mehr als 315 000 Passagiere von 2618 Flugausfällen betroffen.

Lufthansa-Streik November 2016: Aktuell Ruhe an den Terminals

"Die Lage in den Terminals ist ruhig", hieß es aktuell bei der Lufthansa. Der Streik-Flugplan werde heute wie geplant geflogen. Viele Fluggäste seien vorab informiert worden oder hätten sich selbst schlau gemacht, welche Flüge betroffen sind und wo es zu Ausfällen kommt. Der Konzern erklärte, es seien mehr als 150.000 Mails oder SMS mit Fluginfos versendet worden.

In München hoben am Donnerstag nur einige wenige Lufthansa-Maschinen ab - unter anderem nach Hongkong, Lissabon, Turin und Dresden. In Frankfurt zeigte sich heute ein ähnliches Bild. Es ging dort deutlich ruhiger zu als an normalen Tagen, lange Menschenschlangen gab es nicht. Auf den Abflugtafeln prangte oft die Ansage "Annulliert" - für Flüge von Birmingham bis Wien. An die wenigen gestrandeten Passagiere wurden wegen desLufthansa-Streiks Snacks, Wasser und Saft verteilt.

Lufthansa-Streik geht in die zweite Runde

Die Vereinigung Cockpit (VC) hatte ihren Ausstand zuvor noch einmal verlängert. Am Mittwoch waren bereits 876 Flüge ausgefallen, laut Lufthansa sind am Mittwoch und Donnerstag zusammen insgesamt rund 215.000 Kunden betroffen.

Zehntausende Passagiere werden am Freitag wohl noch hinzukommen. Dann sind Verbindungen auf der Kurzstrecke, die aus Deutschland starten, vom Streik betroffen. Die Lufthansa rechnet damit, am Freitag zumindest wieder alle Langstreckenflüge durchführen zu können.

Ein Ende des bis Anfang 2014 zurückreichenden Tarifkonflikts zwischen Europas größtem Luftverkehrskonzern und der Pilotengewerkschaft VC ist weiter nicht absehbar. Es ist aktuell bereits der 14. Ausstand.

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