4,43 Euro für 13 Stunden Arbeit: Schwerer Vorwurf! Kinderarbeit bei Überraschungseiern

Die Vorwürfe wiegen schwer: Angeblich sollen Kinder die weltweit beliebten Überraschungseier für einen Hungerlohn befüllen. Jetzt ermittelt die Justiz wegen des Verdachts auf Kinderarbeit. 

Werden Kinder für die Überraschungseier ausgebeutet? Bild: dpa

Millionen Kinder weltweit lieben die kleinen Eier, die Spiel, Spaß und was zum Naschen versprechen. Doch nun legt sich ein dunkler Himmel über die Überraschungseier von Ferrero. Wie die britische "Sun" berichtet, sollen arme Familien und teilweise auch Kinder in Osteuropa für die Kinderüberraschung ausgebeutet werden. So sollen Kinder im Alter von sechs Jahren, die Eier mit Spielzeugen befüllen, heißt es in dem Bericht.

Kinderarbeit für Überraschungseier? 4,43 Euro für 13 Stunden Arbeit am Tag

Reporter der "Sun" haben eine Familie in Rumänien besucht, die angeblich die Spielzeugteile in die gelben Plastikeier packt. Und das bis zu 13 Stunden am Tag für einen Hungerlohn, schreibt das Blatt. "Es ist Sklavenarbeit", sagte der Familienvater Christian Juri gegenüber der "Sun".

Für 200 gefüllte Überraschungseier gebe es laut Recherchen der "Sun" lediglich 20 rumänische Lei, das entspricht 4,43 Euro. "Ich weiß, dass die Bezahlung schrecklich niedrig ist, aber wir brauchen das Geld dringend, um Essen für uns und unsere Kinder zu kaufen", zitiert das Blatt die Mutter.

Ferrero lässt die Eier jedoch Subunternehmen befüllen. Prolegis und Romexabestreiten jedoch, die gelben Eier in Heimarbeit mit Spielzeug bestücken zu lassen. Das Perfide: Eine Stunde nachdem die "Sun" das Unternehmen mit den Rechercheergebnissen konfrontierte, wurden die Eier samt Spielzeugteile bei der Familie abgeholt. Doch was sagt Ferrero zu den Vorwürfen der Kinderarbeit?

So reagiert Ferrero auf die Vorwürfe

Wie die "Bild" schreibt, habe das Unternehmen erst durch die Medienberichte davon erfahren. "Wir sind entsetzt und tief betroffen", zitiert die Zeitung aus einem Statement von Ferrero. Kinderarbeit sei im Verhaltenskodex des Unternehmens ausgeschlossen und auch die Mitarbeiter sollen Mindestlohn erhalten. Nun sollen "sofortige, umfassende Ermittlungen" für Klarheit sorgen. Doch nicht nur Ferrero lässt die Vorwürfe überprüfen, auch die rumänische Justiz ermittelt wegen des Verdachts auf Kinderarbeit.

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zurück Weiter Zu viele Alkohol-Shots. (Foto) Foto: Fotolia/Jag_cz Kamera

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bua/fka/news.de

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