Kein Bargeld mehr für lau?: Experte warnt: Geldabheben wird bald richtig teuer!

Jeder von uns tut es regelmäßig: Bargeld am Bankautomaten abheben. Doch dieser simple Weg, zu frischem Bargeld zu kommen, dürfte bald richtig teuer werden - jedenfalls der Einschätzung von Finanzexperten zufolge. Welche bislang kostenfreien Transaktionen bereits Gebühren kosten und wann Geldabheben kostenpflichtig wird, lesen Sie hier.

Geldabheben am Bankautomaten ist für viele eine Selbstverständlichkeit - doch Prophezeiungen von Experten zufolge könnte dies bald mit saftigen Gebühren verbunden sein. Bild: Angelika Warmuth / picture alliance / dpa

Egal ob Großverdiener oder Hartz-IV-Empfänger, wir alle tun es in schöner Regelmäßigkeit: Bargeld am Bankautomaten abheben. Doch dieser in der Regel kostenfreie Vorgang könnte bald für alle Bankkunden ein teurer Spaß werden. Wie die "Bild" berichtet, gehen Experten davon aus, dass die Serviceleistung bald in allen Kreditinstituten nur noch gegen Gebühr angeboten wird.

Geldabheben am Automaten bald nur noch gegen Gebühr?

Bislang wurden nur Bankkunden bei Bargeldabhebungen zur Kasse gebeten, die in einem anderen als ihrem angestammten Kreditinstitut den Geldautomaten nutzten oder mit der Kreditkarte Bargeld abhoben. Doch Dirk Schiereck von der TU Darmstadt, den die "Bild" zitiert, ist überzeugt, dass man künftig bald nirgends mehr Bargeld am Automaten erhält, ohne dafür zur Kasse gebeten zu werden. Am Schalter sei es bereits gang und gäbe, für Auszahlungen eine Gebühr hinlegen zu müssen. In wenigen Jahren, so der Finanzexperte, sei bereits damit zu rechnen, dass auch das Geldabheben bei der eigenen Hausbank nur noch gegen Aufpreis möglich ist. Auch für Transaktionen wie Überweisungen, Daueraufträge und ähnliches sollen der Expertenmeinung zufolge Gebühren anfallen - beispielsweise als monatliche Servicepauschale.

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Deshalb verlangen Banken Gebühren für Kontoführung, Überweisungen, Daueraufträge

Doch weshalb schießen sich die Banken auf Gebühren für Leistungen ein, die bis dato für Bankkunden kostenfrei waren? Finanzfachleute sehen sinkende Zinseinnahmen als Grund dafür, dass die Kreditinstitute ihre Kunden immer stärker zur Kasse bitten. Bereits in der jüngsten Vergangenheit sind bestimmte Angebote für Bankkunden kostenpflichtig geworden, wie die "Bild" ausführt. So stelle beispielsweise die VR-Bank Niederschlesien ihren Kunden eine Monatsgebühr für ihre Tagesgeldkonten in Rechnung - dafür erhalten die Kunden allerdings nur läppische Zinsen in Höhe von 0,01 Prozent auf ihr Kontoguthaben. Ein Modell, das möglicherweise Schule macht - Experten gehen davon aus, dass auch weitere Kreditinstitute ihre Kontoführungsgebühren ausweiten.

Für Überweisungen oder das Anlegen von Daueraufträgen zur Kasse gebeten zu werden, ist beispielsweise für Sparkassenkunden keine Seltenheit. Filialbanken haben bislang kostenfreie Transaktionen mit einer Servicegebühr belegt - bei der Frankfurter Sparkasse beispielsweise werden ab dem kommenden Jahr 35 Cent pro getätigter Buchung fällig. Die Postbank verabschiedet sich ebenfalls von ihren kostenlosen Konten und bittet seit Anfang November 2016 seine Kunden mit monatlich mindestens 3,90 Euro Servicegebühr zur Kasse. Die große Ausnahme: Gebührenfrei bleiben Einzahlungen, die die magische 3,00-Euro-Marke überschreiten.

Neue Regeln für Kreditkarten und Bargeldabhebungen bei diesen Banken

Sie haben ein Onlinekonto bei der Sparkasse Mittelbrandenburg und nutzen dabei eine Kreditkarte? Dann wird's für Sie richtig teuer - 35 Euro Gebühr verlangt das Kreditinstitut dafür. Wer sich jedoch für ein Inklusivkonto für 8,50 Euro monatlich entschieden hat, darf das Plastikgeld weiter gebührenfrei nutzen. Bei der Abhebung von Bargeld hat sich unterdessen die Direktbank DKB eine besonders raffinierte Klausel einfallen lassen: Wem pro Monat weniger als 700 Euro aufs Konto fließen, dem wird beim Versuch, am Automaten weniger als 50 Euro abzuheben, ein Riegel vorgeschoben - erst ab einem Beitrag ab 50 Euro rückt der Geldautomat Scheine raus.

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loc/fka/news.de

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