Kampf gegen Verschwendung: Wirte verhängen Strafgebühr auf Essensreste

In einigen asiatischen Restaurants in Deutschland müssen Gäste neuerdings ihren Teller leer essen, sonst zahlen sie extra. Die Aktion hat jedoch einen ernsten Hintergrund. Das steckt dahinter.

Einige asiatische Restaurants erheben mittlerweile einen Aufpreis, wenn Gäste ihren Teller nicht leer essen. Bild: Kiyoshi Ota/dpa

Noch immer wird es vermutlich in manchen Familien so praktiziert: Erst wenn die Kinder aufgegessen haben, dürfen sie wieder spielen gehen. Einige Gastronomen versuchen diese erzieherische Maßnahme jetzt auch in ihren Restaurants anzuwenden. Der Grund scheint eigentlich ganz vernünftig.

Gegen Verschwendung: Wer nicht aufisst, zahlt extra

Verschiedene asiatische Restaurantbetreiber in Deutschland ärgern sich laut einem Bericht des "Focus" über die Verschwendungssucht ihrer Gäste. Gerade bei "All you can eat"-Buffets stellen sie vermehrt fest, dass Kunden das Angebot ausnutzen, ihre Teller maßlos überladen und sich dabei selbst übernehmen. Zurück bleiben meist Berge von Essensresten. Daher erheben immer mehr Anbieter neuerdings eine Strafgebühr, falls Besucher ihre Portion nicht vollständig verzehren.

"Strafgebühr" rechtlich in Ordnung

Die Gaststättenbetreiber gehen dabei unterschiedlich streng mit ihren Kunden ins Gericht. Im Stuttgarter "Yuoki" wird nach Informationen des "Focus" bei Überbestellung von Sushi und Salat eine Gebühr von einem Euro pro Stück erhoben, im Fall von warmen Speisen sogar zwei Euro. In Menden berechnet man im "Himalaya" zwei Euro Aufpreis für Reste ab 100 Gramm pro Teller. Rein rechtlich sei das laut Aussage einer Sprecherin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga in Ordnung. Viele Betreiber würden das so eingenommene Geld für soziale Projekte spenden.

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