Rewe verzichtet auf Plastiktütenverkauf: Verkaufsstopp! Plastik kommt nicht mehr in die Tüte

Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe stoppt den Verkauf von Plastiktüten. Dadurch sollen in Deutschland jährlich rund 140 Millionen Plastiktüten weniger im Müll landen. Eine gute Maßnahme?

Die Rewe Group verzichtet in Zukunft auf Plastiktüten. Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Statt der umweltschädlichen Plastiktüten will der Lebensmittel-Konzern Rewe den Kunden in all seinen Supermärkten Alternativen aus Baumwolle und Jute, aber auch Permanent-Tragetaschen aus Recyclingmaterial, Kartons und Papiertüten anbieten.

Keine Plastiktüten mehr bei Rewe - Kunden befürworten Unweltschutz

Restbestände an Plastiktragetaschen würden in den Märkten aber noch bis Juli 2016 verkauft, teilte der Konzern mit. In den über 3.000 Rewe-Märkten kaufen wöchentlich rund 27 Millionen Kunden ein. In einer dreimonatigen Testphase hatte das Unternehmen in mehr als 130 Märkten den Verzicht auf die Plastiktüten ausprobiert.

Ein Großteil der Verbraucher befürworte und akzeptiere den Schritt, fasste der Handelsriese seine Erfahrungen zusammen. Fast zwei Drittel der befragten Kunden wolle zu mehrfach verwendbaren Tragetaschen oder Einkaufskartons greifen.

Kostenlose durchsichtige Plastiktüten für Obst und Gemüse bleiben

Nicht betroffen von dem Plastiktüten-Bann bei Rewe sind nach Angaben eines Unternehmenssprechers vorläufig die kostenlosen durchsichtigen Plastiktüten, die etwa an der Obst- und Gemüsetheke Verwendung finden. Aber auch hier werde nach Alternativen gesucht.

Weitere Einzelheiten will Rewe auf einer Pressekonferenz mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Vormittag in Berlin bekannt geben.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

boi/ife/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser