Umsatzeinbußen: Kunden lassen Beate Uhse hängen

Seit über 65 Jahren versorgt die Sexshop-Kette Beate Uhse Paare und Singles mit den passenden Spielzeug für's Schlafzimmer. Nun scheint das Geschäft seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Warum der Beate-Uhse-Konzern zukünftig vermehrt auf Online-Handel setzt, lesen Sie hier.

Der Beate-Uhse-Konzern klagt vermehrt über Umsatzeinbrüche. Bild: Thomas Reimer/fotolia

Sie war die Grand Dame der sexuellen Aufklärung in Deutschland. Mit dem gleichnamigen Versandhandel brachte Beate Uhse die menschliche Sexualität in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Doch nach fast grenzenlosem Wachstum in den letzten 65 Jahren scheint die Lust der Kunden eingeschlafen zu sein. Nun klagt das Unternehmen erneut über Umsatzeinbußen.

Schwindende Umsätze bei Beate Uhse

Wie die "Bild" berichtet, wird Beate Uhse in diesem Jahr einen Umsatz von etwa 115 bis 120 Millionen Euro erwirtschaften. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von über 10 Millionen Euro. Dabei setzt der Konzern schon seit Jahren auf einen rigorosen Sparkurs: Trotz der Schließung von 16 Fillialen und der Einstellung des hauseigenen Versandkataloges gelang es Beate Uhse nicht, wieder zu alter Stärke zurückzufinden.

Beate Uhse setzt auf Online-Handel

Obwohl die Produkte von Beate Uhse vermehrt online vertrieben werden, ist das Internet gleichzeitig der größte Feind des Unternehmens. Durch die Verbreitung von kostenloser Pornografie im Netz sind die Verkäufe von Porno-DVDs seit Jahren rückläufig. Und trotz der hohen Bekanntheit der Marke bleiben auch die Läden immer häufiger leer. Zuletzt hat der Konzern seinen Firmensitz von Flensburg nach Hamburg verlegt und dabei mehr als 150 Arbeitsplätze gestrichen, um Kosten zu sparen.

Beate Uhse: Hohe Verluste im letzten Jahr

Der schwächelnde Verkauf schlägt sich auch in der Gewinn- und Verlustrechnung von Beate Uhse nieder. So erzielte das Unternehmen laut "Bild" im letzten Jahr einen Verlust von 18,4 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote im Konzern reduzierte sich dadurch von 28,2 auf 11,34 Prozent. In Zukunft möchte Beate Uhse noch mehr auf Kundenbedürfnisse eingehen und mittelfristig wieder das führende Unternehmen für erotischen Lifestyle in Europa werden.

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FOTOS: Beate Uhse Sex made in Germany

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jat/ruc/news.de

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