Panama Papers offenbaren Steuerhinterziehung: Diese Politiker und Promis stehen in den #PanamaPapers

Zwölf Staatsoberhäupter und Hunderte weitere Politiker sollen Briefkastenfirmen in Panama gegründet und somit Steuern im großen Stil hinterzogen haben. Aber auch der Vorwurf der Geldwäsche wird durch die "Panama Papers" laut. Wer nun ins Visier der Ermittler gerät, erfahren Sie hier.

In den enthüllten Panama Papers sollen zwölf Staatschefs und mehrere Hundert Politiker auftauchen. Bild: news.de-Fotomontage (dpa)

Aus den von der "Süddeutschen Zeitung" und 400 Journalisten weltweit ausgewerteten "Panama Papers" soll hervorgehen, dass zahlreiche Politiker, Sportler und Prominente ihr Geld in Offshorefirmen geparkt haben. Die Unternehmen sollen zum Teil von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründet worden sein. Bereits vor einem Jahr kündigte die "Süddeutsche Zeitung" an, dass sie an eine gewaltige Datenmenge an Kundendaten aus Panama habe und diese auswerten wolle. Jetzt hat das Blatt seine Recherche-Ergebnisse veröffentlicht. Die Anschuldigungen: Steuerhinterziehung durch Politiker und Prominente weltweit.

Panama Papers entlarven Steuersünder! Kanzlei Mossack Fonseca wehrt sich

Kanzlei-Teilhaber Ramón Fonseca Mora wehrte sich gegen die Vorwürfe. Sein Unternehmen helfe nicht bei Geldwäsche oder Steuerhinterziehung, sagte er im Fernsehsender TVN. Mossack Fonseca gründe lediglich Firmen und verkaufe sie dann an Banken, Vermögensverwalter oder Anwälte. Eine Geschäftsbeziehung zu den Endkunden bestehe nicht.

Seine Kanzlei sei seit 40 Jahren im Geschäft und habe bislang fast 240.000 Firmen gegründet. "Wir kümmern uns um den juristischen Teil und verkaufen sie dann an Zwischenhändler", erklärte er. "Alle, die jetzt in den Veröffentlichungen auftauchen, sind keine Kunden von uns, sondern der Zwischenhändler."

Fonseca räumte ein, dass die von mehreren Medien am Sonntag veröffentlichten Dokumente zum Teil aus seiner Kanzlei stammen. "Wir wurden gehackt. Das ist ein Verbrechen", sagte der frühere Berater von Panamas Präsident Juan Carlos Varela. Er führt die Kanzlei gemeinsam mit dem deutschstämmigen Rechtsanwalt Jürgen Mossack.

Panama leitet Ermittlungen ein

Die Staatsanwaltschaft in dem mittelamerikanischen Land hat bereits Ermittlungen eingeleitet. Panamas Staatschef Juan Carlos Varela sagte die volle Kooperation seines Landes bei der Aufklärung des Falls zu. "Die panamaische Regierung verfolgt eine Null-Toleranz-Politik in allen Bereichen des Rechts- und Finanzwesens, wo nicht mit einem höchsten Maß an Transparenz gearbeitet wird", hieß es in einer Erklärung des Präsidialamts.

"Panama Papers - Im Schattenreich der Offshorefirmen" am 04.04.2016 im TV und Live-Stream der ARD

Ausführlich über das gigantische Datenleck berichtet die ARD am 4. April 2016 in der Reportage "Panama Papers - Im Schattenreich der Offshorefirmen" ab 23.20 Uhr. Wer die Story im Ersten lieber online verfolgen will, kann dies über den Live-Stream der ARD. Sollten Sie die Reportage verpassen, können diese im Anschluss in der ARD-Mediathek so oft sie wollen noch einmal anschauen. Eine Wiederholung im TV gibt es in der selben Nacht ab 3.50 Uhr.

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