#Dieselgate bei VW
Wollten die Volkswagen-Bosse den VW-Abgasskandal vertuschen?

Diese Berichte kommen für den Wolfsburger Autobauer VW zur Unzeit: Offenbar haben der damalige Finanzvorstand Pötsch und der damalige Porsche-Chef Müller dem größten VW-Aktionär, der Porsche Holding, drohende Ermittlungen und Milliardenzahlungen in den USA wegen manipulierter Abgaswerte verschwiegen.

Was wussten Martin Winterkorn (links) und Matthias Müller, und vor allem, wann? Bild: dpa

Hans Dieter Pötsch (64), Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG, und Matthias Müller (62), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, haben versucht, die Manipulation von Abgas-Werten bei circa 11 Millionen Dieselfahrzeugen gegenüber ihrem Hauptaktionär, der Porsche Holding SE, zu vertuschen. Dies meldet die "Bild"-Zeitung online, zuerst hatte die "Bild am Sonntag" über den Fall berichtet.

Am 18. September letzten Jahres hatte "Dieselgate" an Fahrt aufgenommen, nachdem die us-amerikanische Umweltbehörde EPA die Manipulation öffentlich gemacht und eine Strafzahlung in Milliardenhöhe angedroht hatte.

Hans Dieter Pötsch und Matthias Müller schwiegen bei Porsche-Vorstandssitzung

Wie die Zeitung berichtet, habe wenige Stunden vor der Bekanntmachung des Betrugs durch die EPA eine Vorstandssitzung der Porsche Holding SE, des größten VW-Aktionärs, stattgefunden. An dieser Sitzung sollen auch Hans Dieter Pötsch und Matthias Müller teilgenommen haben. Auf die Frage hin, ob den Herren "wesentliche Risiken des Volkswagen-Konzerns bekannt" seien, wurde dies von Pötsch, damals noch Finanzvorstand, und Müller, damals Porsche-Chef, verneint.

Allerdings sollen beide zu diesem Zeitpunkt bereits über die Entwicklungen in Übersee informiert gewesen sein: Der damalige VW-Vorstandschef Martin Winterkorn (68) soll beide schon am 8. September darüber informiert haben, dass VW in den USA den "Einsatz einer illegalen Software" gestanden habe.

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