Bruno Ganz ist tot

Schauspiel-Star im Alter von 77 Jahren verstorben

Er war einer der bedeutendsten Schauspieler des deutschsprachigen Raums: Der Schweizer Bruno Ganz. Auf der Bühne und in zahlreichen Filmen hat er den Grübler, den Stillen gegeben - und den Diktator.

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Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern: Unfair! Frauen verdienen in Deutschland deutlich schlechter als Männer

Beim Thema Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern schneidet Deutschland innerhalb der EU erschreckend schlecht ab. Auch, weil viele Frauen in Teilzeit arbeiten. Und selbst die, die Vollzeit arbeiten, müssen immer noch mehr im Haushalt erledigen, als ihr Partner. Endlich fordert die Politik eine bessere Bezahlung!

Schreiende Ungerechtigkeit: In Deutschland verdienen Frauen im Vergleich zu Männern europaweit mit am wenigsten. Bild: dpa

Wenn es um den Lohn geht, ist die Kluft zwischen Männern und Frauen in Deutschland so groß wie in kaum einem anderen Land Europas: Frauen verdienen in der Bundesrepublik durchschnittlich brutto 21,6 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Nur in Estland (28,3%) und Österreich (22,9 %) ist der Abstand noch größer. In den nach Deutschland größten EU-Staaten Frankreich (15,3 Prozent), Großbritannien (18,3), Spanien (18,8) und Polen (7,7) fällt die Lohnlücke dagegen deutlich geringer aus.

Diese Zahlen gehen aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der Partei Die Linke hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag und über die Zeitungen der Funke Mediengruppe zuerst berichtet hatten.

"Keine Gleichberechtigung": Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen

Auch die Politik und Arbeitgeberverbände fordern nun endlich einen Umbruch. Justizminister Heiko Maas (SPD) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern steht zwar im Grundgesetz, ist aber in vielen Unternehmen noch immer nicht Wirklichkeit geworden." Firmen sollten sich aus alten Verhaltensmustern lösen. Erst im Dezember hatte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) einen Gesetzentwurf für "mehr Lohngerechtigkeit" vorgestellt.

Überdurchschnittlich viele Frauen arbeiten in prekären Jobs

Sabine Zimmermann von der Linken begrüßte zwar, dass immer mehr Frauen eigenes Geld verdienen. Allerdings könnten die meisten von ihren niedrigen Löhnen nicht leben und schon gar keine ausreichenden Rentenansprüche aufbauen. Frauen würden überwiegend in Branchen arbeiten, die für niedrige Bezahlung und hohe Belastung berüchtigt seien. "Was die soziale Lage von Frauen angeht, sind wir von Gleichberechtigung der Geschlechter noch weit entfernt", so die Linken-Politikerin.

Geringerer Lohn durch Teilzeitfalle

Der Arbeitgeberverband BDA warnte índes vor erneuten bürokratischen Hürden: "Wir brauchen in erster Linie mehr Ganztagskitas und Ganztagsschulen. Der Wunsch, Vollzeit zu arbeiten, darf nicht länger an kurzen Öffnungszeiten von Kindertagesstätten und Schulen scheitern", hieß es einer Mitteilung zufolge.

Der große Lohnunterschied in Deutschland ist laut Experten des Sozialministeriums unter anderem darauf zurückzuführen, dass Frauen verstärkt teilzeitbeschäftigt sind. So sind von den Teilzeitbeschäftigten mit bis zu 20 Wochenstunden über 85 Prozent Frauen.

Ungleiche Verteilung im Beruf und Privatleben

Laut einer Analyse des Forschungsinstituts DIW leisten berufstätige Frauen, die mit ihrem ebenfalls erwerbstätigen Partner leben, im Schnitt auch mehr Hausarbeit als ihre Partner. Und sie erziehen auch mehr die Kinder. So kümmerten sich Frauen mit einem Vollzeitjob in Doppelverdienerhaushalten 2014 an einem Werktag gut eineinhalb Stunden um den Haushalt und fast fünf Stunden um die Betreuung der Kinder. Vollzeit arbeitende Männer verbrachten im Schnitt gut eine Stunde beziehungsweise rund zweieinhalb Stunden damit.

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lid/kad/news.de/dpa

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