Machtmissbrauch bei Facebook?
Bundeskartellamt ermittelt gegen Online-Riesen

Das Bundeskartellamt hat ein Ermittlungsverfahren gegen Facebook eingeleitet. Dem Online-Riesen wird vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung bei den Vertragsbestimmungen zur Verwendung von Nutzerdaten zu missbrauchen. Das Unternehmen weißt die Anschuldigungen von sich.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg beim Mobile World Kongress in Barcelona. Einmal mehr machen ihm deutsche Behörden Probleme. Bild: dpa/ Alberto Estévez

Nach dem jahrelangen Druck deutscher Datenschützer steht Facebook nun auch im Visier des Bundeskartellamts. Die Wettbewerbsbehörde gehe in einem Verfahren dem Verdacht nach, dass Facebook bei den Vertragsbestimmungen zur Verwendung von Nutzerdaten seine mögliche marktbeherrschende Stellung missbrauche, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Mittwoch.

Eine Facebook-Sprecherin erklärte in einer ersten Reaktion: "Wir sind überzeugt, dass wir das Recht befolgen, und werden aktiv mit dem Bundeskartellamt zusammenarbeiten, um dessen Fragen zu beantworten."

Kartellamt ermittelt gegen Facebook: Vorwurf des Machtmissbrauchs

Facebook erhebe von seinen Nutzern in großem Umfang persönliche Daten und ermögliche durch die Bildung von Nutzerprofilen Werbekunden ein zielgenaues Werben, teilte das Bundeskartellamt mit. Es müsse geprüft werden, "ob die Verbraucher über die Art und den Umfang der Datenerhebung hinreichend aufgeklärt werden."

Gegenüber "Bild.de" habe die Behörde erklärt: "Der Umfang der erteilten Einwilligung ist für die Nutzer nur schwer nachzuvollziehen." Es gebe erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit der Vorgehensweise des Unternehmens.

Die wichtigsten Sicherheitstipps
Facebook
zurück Weiter

1 von 10

Facebook in Ermittlungen verwickelt: Auch für Datenschützer relevant

Ein solcher Verstoß könne auch kartellrechtlich relevant sein, wenn ein Zusammenhang mit der dominierenden Stellung des Unternehmens bestehe. Diverse deutsche Datenschützer und Verbraucherorganisationen werfen Facebook schon seit einiger Zeit vor, zu viele Daten zu erheben und dies nicht transparent genug zu tun.

Lesen Sie hier:Facebook-Chef MarkZuckerberg ist größter Gewinner der Superreichen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

mie/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

2 Kommentare
  • Plumbum

    03.03.2016 09:41

    Sinnvoll ist es sich überhaupt nicht bei diesen Dantenkraken anzumelden. Es geht auch ohne Fatzebook.

    Kommentar melden
  • Boah

    02.03.2016 21:19

    Nix wird passieren!

    Kommentar melden

Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser