Wirbel um Tüv-Hauptuntersuchungen: Tüv-Skandal! Das müssen Sie jetzt wissen!

Kurz vor Weihnachten gibt es einen riesigen Wirbel um die Zukunft der Kfz-Hauptuntersuchungen von Tüv, Dekra und anderen Prüforganisationen. Wie steht es denn jetzt um Ihre Tüv-Plakette? Das müssen Sie jetzt wissen!

Was passiert nach dem Tüv-Skandal? Bild: dpa

Grund für die Aufregung bei der Prüfstelle ist, dass die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) die Zulassungen der Prüforganisationen ausgesetzt hat. Einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" bestätigte die DAkkS. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob die Prüforganisationen die Eichung ihrer Messgeräte richtig dokumentiert haben. Die Entscheidung bringt dem Magazin zufolge das gesamte System der Hauptuntersuchungen in Gefahr.

Schwerer Vorwurf: Keine Zuverlässigkeit bei den Hauptuntersuchungen

Das Bundesverkehrsministerium kündigte am Donnerstag an, eine Arbeitsgruppe aus Ländern, Bund und den Prüforganisationen solle eine "grundsätzliche Lösung" erarbeiten. Die Prüforganisation Dekra teilte mit, der Vorwurf, die Zuverlässigkeit der Hauptuntersuchung sei nicht mehr gewährleistet, entbehre "jedweder Grundlage". Der Bescheid der Akkreditierungsstelle beziehe sich nicht auf eine nicht ordnungsgemäße Prüfleistung, sondern ausschließlich auf eine vermeintlich nicht vollständige Dokumentation von geeichten Prüfgeräten.

Tüv-Skandal: Das müssen Sie jetzt wissen!

  • Ist meine Tüv-Plakette noch gültig? Ja, die Gütligkeit der bestehenden Untersuchungen ist nicht in Frage gestellt, erklärt ein Sprecher des Verkehrsministeriums gegenüber dem "Focus".
  • Was ist, wenn bald eine neue Plakette fällig ist? Die Aussetzung muss erst noch sorgfältig geprüft werden. Autofahrer können daher auch Anfang 2016 bis auf weiteres eine Tüv-Plakette bekomen.
  • Wird die HU jetzt teurer? Da die Prüforganisationen laut dem "Spiegel" alle Vorwürfe, die Messgeräte seien nicht ordnungsgemäß kalibriert gewesen, zurück wies, könne man nicht davon ausgehen, dass die Hauptuntersuchung teurer werde. Da die neuen EU-Vorschriften einen Mehraufwand für Prüfer und auch neue Geräte fordern, könne es allerdings dennoch zu einer Erhöhung kommen.

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ife/news.de/dpa

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