Von News.de Volontär Eric Mittmann - 20.11.2015, 12.38 Uhr

Geschenke, Pakete, Arbeitskampf: Amazon rüstet sich für das Weihnachtsgeschäft: Ein Blick in den Standort Leipzig

Während sich US-Versandhändler Amazon auf das Weihnachtsgeschäft vorbereitet, legt die Verdi die Arbeit nieder. Das Unternehmen gibt sich unbeeindruckt - und hat dazu auch allen Grund.

Blick aufs Parkett: Mitarbeiter im Amazon-Standort Leipzig beim Waren-Sortieren. Bild: dpa/Jan Woitas

Während vor den Toren des Amazon Logistik-Zentrums in Leipzig die Arbeitergewerkschaft Verdi streikte, sprach Standortleiter Dietmar Jüngling am Donnerstag in einem Konferenzraum über das schöne Wetter. "Erst heute morgen hatten wir einen Regenbogen, genau über unserem Bananen-Turm. So nennen wir das gelbe Treppengebäude, durch das sie hinein gekommen sind."

Es ist eine Szene voller Gegensätze, die vor allem eines deutlich macht: Wie bereits in den vergangenen Jahren will sich Amazon auch dieses Mal nicht von den Drohgebärden der Gewerkschaft beeindrucken lassen. Das Weihnachtsgeschäft werde wie geplant von statten gehen. "Wir haben die nötigen Vorbereitungen getroffen und uns dabei natürlich nicht nur gegen Schnee und Eis abgesichert. Ich denke, es genügt zu bemerken, dass wir es bisher immer geschafft haben, alles pünktlich auszuliefern", erklärt Jüngling entschlossen.

Amazon im Weihnachtsgeschäft: Steigerung um 20%

Dabei geht es dem Unternehmen um mehr als nur Pünktlichkeit und einen reibungslosen Ablauf. Derzeit erwarte man durch das Weihnachtsgeschäft einen weltweiten Umsatz von 36,7 Milliarden Dollar. Eine Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Ein solches Wachstum verzeichneten wir bereits in den vergangenen Jahren konstant, weshalb wir auch dieses Mal hoffen, es zu erreichen", so Jüngling.

In Leipzig sollen dafür in den kommenden Wochen 1.400 zusätzliche Saisonarbeiter eingestellt werden. Dabei arbeite der Standort eng mit der Agentur für Arbeit, sowie verschiedenen Flüchtlingseinrichtungen zusammen, um auch Asylsuchenden "schnell und unbürokratisch" Arbeit zu verschaffen. Selbst Menschen ohne Deutschkenntnisse würden eingestellt. Die Saisonkräfte "verdienen den gleichen Basislohn wie festangestellte Mitarbeiter. Dieser liegt am Standort Leipzig bei 10,00 Euro brutto pro Stunde", so das Unternehmen.

Menschen aus 44 Nationen sollen im Amazon-Standort Leipzig vertreten sein. Laut Standort-Leiter Dietmar Jüngling arbeitet man eng mit Flüchtlingseinrichtungen zusammen, um den Menschen schnell einen neuen Arbeitsplatz zu verschaffen. Bild: News.de/Eric Mittmann

"Black Friday" und "Cyber Monday": Mit Rabatten und Aktionen zum Gewinn

Die zusätzlichen Kräfte werden neben dem Weihnachtsgeschäft auch bei Aktionen wie der "Cyber Monday Week" oder dem aus den USA bekannten "Black Friday" aushelfen. Beide Aktionen sollen Kunden mit besonders günstigen Preisen locken. Im Falle der "Cyber Monday Week" spricht Amazon von Rabatten von bis zu 50 Prozent.

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