Müllermilch im Shitstorm: Rassismus-Vorwürfe! Dieses Weihnachtsmotiv sorgt für Kritik

Mit diesen Flaschen hat sich Müllermilch keinen Gefallen getan: Für die Weihnachtsedition druckte der Konzern leicht bekleidete Damen auf sein Produktion - darunter auch eine Frau mit dunkler Haut für Schoko. Nun tobt ein Shitstorm.

Die Weihnachtsedition von Müllermilch sorgt für Aufregung. Bild: dpa

Müllermilch hat schon so manchen Shitstorm über sich ergehen lassen müssen. Nun trifft es ausgerechnet die aktuelle Weihnachtsedition der Müllermilch-Flaschen. Denn diese zeigt nicht nur halbnackte Comic-Frauen mit Weihnachtsmann-Mütze, was der Marke den ein oder anderen Sexismus-Vorwurf einbringt. Auf der Schoko-Variante der Milch wirbt sie zudem mit einer dunkelhäutigen Frau und dem Schriftzug "Sharon Sheila Schoko" und muss sich deshalb auch dem Rassismusverdacht erwehren.

Müllermilch im Shitstorm: Rassismus-Vorwürfe wegen Weihnachtsmotiv

Wie "derwesten.de" berichtet, werfe die Initiative Schwarzer Menschen (ISD) in Deutschland Müllermilch vor, gar nicht verstanden zu haben, was Rassismus ist. Denn die Firma wehrt sich vehement gegen den Vorwurf: "Rassismus in irgendeiner Form ist keinesfalls unsere Intention." Doch Tahir Della, Vorstandsmitglied der ISD, findet: "Das Motiv ist rassistisch und sexistisch."

So sehen das auch viele Verbraucher und machen ihrem Ärger über die umstrittenen Weihnachtsmotive im Social Web Luft. Von "Frauenfeindlichkeit" und einer "Ekelmarke" ist da die Rede. Unter einigen Usern hat sich sogar der Hashtag #ichkaufdasnicht etabliert. Müllers Marketingchef Markus Geprägs hält das für "reine Geschmackssache, die nicht überinterpretiert werden sollte", wie er auf "derwesten.de" beschwichtigt.

Halbnackte Frauen in Vanille und Schoko - schlägt die Werbung über die Stränge?

Die an die Pin-up-Girls der 50er angelegten Motive seien "weitaus weniger freizügig als das, was seit einigen Jahren oftmals in Anzeigen, TV-Spots und quer durch alle Medienformen tagtäglich an nackter Haut zu sehen ist", erklärt Müller in einer Mitteilung. Zugleich fragt der Konzern, welche Geschmacksrichtung denn besser zu der dunkelhäutigen Frau gepasst hätte: "Passte die Banane besser? Oder die Erdbeere?"

Müllermilch glaubt, auch mit ausschließlich weißen Motiven dem immer "gleichen, falschen Vorwurf" ausgesetzt gewesen zu sein. Mit sich hartnäckig haltenden Vorwürfen kennt sich das Unternehmen jedenfalls aus. Bis heute glauben viele, Müllermilch sympathisiere mit der NPD - obwohl sich der Konzern in der Öffentlichkeit deutlich von der Partei distanzierte.

FOTOS: Gerügt Wie Werbung über die Stränge schlägt

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zij/bua/news.de

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