"Ultimativ böse" Gegenstände im Angebot: US-Auktion versteigert Gasventil aus KZ

Die Gräueltaten der Nazis im Dritten Reich sind furchtbar. Ein US-amerikanisches Auktionshaus hat nun "ultimativ böse" Gegenstände unter den Hammer gebracht und versteigert unter anderem ein Gasventil aus einem KZ.

Ein US-Auktionshaus versteigert "ultimativ böse" Gegenstände und gerät damit in heftige Kritik. Bild: Screenshot / J. Sugarman Corp.

Das US-amerikanische Auktionshaus J. Sugarman geriet kürzlich in heftige Kritik. Grund: Auf der Internetplattform wurden "ultimativ böse" Gegenstände angeboten. Sonst versteigert das Unternehmen Objekte aus Konkursmassen wie Restaurantmöbel, Schmuck etc. Doch nun sollten Devotionalien aus der Sklaverei und der Nazizeit unter den Hammer kommen, wie die "Daily Mail" schreibt.

Auktionshaus versteigert "ultimativ böse" Gegenstände aus der Nazizeit

Laut der britischen Zeitung sollte unter anderem ein Gasventil aus einem Konzentrationslager versteigert werden. Die Echtheit konnte trotz Hakenkreuz nicht bestätigt werden. Geboten werden konnte im Internet. Für 130 Dollar wechselte es schlussendlich den Besitzer. Auch die anderen Auktionsgegenstände stammen aus den dunkelsten Kapiteln der Geschichte. So zum Beispiel ein Halsband, welches für "Pferde, Esel und Neger" genutzt werden könne. Auch eine Robe des Ku Klux-Klans war dabei. Der Firmenchef des Auktionshauses Scott Grasso kann den Trubel um die Gegenstände nicht verstehen. Die Objekte seien historisch wichtig und man könne den Gang der Geschichte ja nicht ändern, erzählte er dem "Sun Sentinel".

Holocaust-Gedenkstelle schockiert

Doch einige Institutionen waren über die Auktion schockiert. Die Präsidentin des Holocaust Documentation and Education Centers, Rositta Kenigsberg, sei "außerordentlich entsetzt", sagte sie gegenüber der "Daily Mail". Es wurde gefordert, die Gegenstände in ein Museum zu bringen, um die in einen Kontext zu bringen. Durch eine Auktion sei nicht gewährleistet, dass sie nicht in die Hände von Extremisten fielen.

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bua/räc/news.de

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